Kindergarten Wallsee-Sindelburg auf Schiene. Pläne wurden präsentiert, ab August soll Anlage für zwei Gruppen gebaut werden.

Von Peter Führer. Erstellt am 14. Mai 2021 (04:33)

Die Gemeinde wird neben der Kirche einen neuen, zweigruppigen Kindergarten errichten. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden die Pläne von Baumeister Erwin Hackl präsentiert. Mit der Planung wurde Hackl ja bereits zuvor beauftragt.

„Es werden die Räumlichkeiten für zwei Gruppen errichtet, mit der Möglichkeit zur Erweiterung. Der Grund gehört der Diözese, es handelt sich um so genannte ‚Pfarr-Pfründe“, erklärt Bürgermeister Johann Bachinger. Er zeigte sich froh darüber, dass die Diözese mittels Baurecht das Projekt ermöglicht. Pro Gruppe wird eine Außenfläche von 480 Quadratmetern zum Spielen für die Kinder benötigt. Dieser Grund soll von der Gemeinde gepachtet werden.

Fertigstellung mit 2022/23 anvisiert

„Wir hoffen auf einen Baustart im August. Jetzt werden die Gewerke ausgeschrieben, mit Schulbeginn 2022/23 soll der Kindergarten dann fertiggestellt sein“, verrät Bachinger weiters. Bis dahin befindet sich die Kindergartengruppe noch provisorisch im Pfadfinder-Heim. Diese Möglichkeit gibt es allerdings laut Richtlinien nur bis 2022.

Die Gemeinde entschied sich dafür, gleich einen zweigruppigen Bau zu errichten, um künftig auf steigenden Bedarf reagieren zu können. Die zusätzlichen Räumlichkeiten werden aller Voraussicht nach für eine Kleinstkindgruppe für Kinder von 1,5 bis 2,5 Jahren verwendet werden. Eine Kleinkindgruppe (ab 2,5 Jahren) gibt es in Wallsee-Sindelburg bereits. „Das wird super angenommen“, erklärt Amtsleiter Christian Pilsinger.

Der geplante Bewegungsraum soll übrigens auch extern begehbar sein und damit Turngruppen zur Verfügung stehen und auch für Seminare genützt werden können. Der Zugang wird barrierefrei möglich sein. „Ein weiterer Vorteil ist, dass die Parkfläche der Kirche verwendet werden kann, das reduziert den Flächenverbrauch“, sagt Bürgermeister Bachinger.

Beim Bau handelt es sich übrigens um ein Nullenergiehaus. Die Heizung erfolgt mittels Tiefenbohrung und Wärmepumpe, zudem wird eine PV-Anlage mit 15 bis 20 KilowattPeak installiert. Die geschätzten Kosten betragen 1,1 Millionen Euro, könnten allerdings aufgrund Baustoffmangels noch ansteigen.