Viehdorferin debütierte 1988 beim Opernball . 1988 war Doris Meissner – damals noch Doris Müller – als Debütantin beim Wiener Opernball dabei. Noch heute blickt sie stolz auf das Ereignis zurück.

Von Heribert Hudler. Erstellt am 06. März 2019 (04:00)
privat, Hudler
Doris Meissner strahlte, als sie 1988 mit Andreas Meissner als Debütantin beim Opernball dabei war. Zahlreiche Erinnerungen wie das Krönchen und Zeitungsartikel hat sie aufbewahrt.

Doris Meissner ist sichtbar stolz als einzige Viehdorfer Bürgerin am Opernball getanzt zu haben. Ein Fotoalbum mit Fotos, ein Zeitungsbericht in der NÖN, Speisen- und Getränkekarte und das Krönchen, welches damals erstmals von Swarovsky Kristall gestaltet wurde, erinnern heute noch an ihren Auftritt im Jahr 1988.

„Es wäre schön, einmal am Opernball als Debütantin mit dir zu tanzen“, sagte 1987 die 17-jährige Doris Meissner (damals Doris Müller) zu ihrem Freund Andreas Meissner. Der schrieb einen Brief an die Organisatorin Lotte Tobisch. Doch der Opernball rückte immer näher und es gab keine Antwort. Drei Wochen vor dem Großereignis telefonierte Meissner mit Lotte Tobisch und bekam die Antwort: „Sie sind ja eh dabei“.

Der Brief mit der Zusage ging verloren

Der Brief dürfte bei der Post verschwunden sein. Doch wenig später kam nicht nur die Zusage, sondern auch gleichzeitig die Einladung, die zugleich als Eintrittskarte fungierte. Nun galt es an drei Proben teilzunehmen und am 11. Februar 1988 kam es dann zum großen Auftritt für Doris Müller und Andreas Meissner am Wiener Opernball. Ein Grund, warum das Paar eintanzen durfte, war auch, dass Andreas an diesem Tag seinen 23. Geburtstag feierte.

Doris Meissner erinnert sich noch heute an die besondere Erfahrung: Mit ihnen debütierten Kanzlersohn Robert Vranitzky, Andrea Lichal, die Tochter vom damaligen Verteidigungsminister Robert Lichal, und Waltraud Haas richtete mit ihrem Ehemann Erwin Strahl ein Auge auf ihren Sohn Marcus Strahl.

Da beide gerne tanzen, war die Eröffnung, das Einziehen in den Ballsaal mit allen anderen Paaren vom Jungdamen- und Jungherren-Komitee eine leichte Übung. Das Tanzen selbst machte natürlich großen Spaß und Doris Müller fühlte sich mit ihrem Partner Andreas Meissner im siebenten Himmel. „Der Opernball mit dem ganzen Trubel war eigentlich für uns eine Nummer zu groß. Wir ließen uns durch den Abend tanzend treiben“, sagte Meissner.

Die Preise von den Getränken und Speisen waren übrigens damals wie heute sehr hoch. So kostete ein paar Frankfurter 60 (4,36 Euro) oder ein Wiener Schnitzel 140 Schilling (10,17 Euro). Auch bei den Getränken waren die Preise gewaltig. Ein Viertel Liter Mineralwasser kam auf 55, die gleiche Menge Wein auf 60 Schilling.