Hund biss Kind ins Gesicht: Anzeige gegen Besitzerin. Das Tier lief bei der Abschlussfeier des St. Georgener Fußballnachwuchses frei und ohne Beißkorb zwischen den Gästen herum. Halterin wegen Körperverletzung angezeigt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. Juni 2019 (09:12)
Weingartner-Foto
Rettung Symbolbild

Zu einem dramatischen Zwischenfall kam es am 15. Juni bei der Abschlussfeier des Fußballnachwuchses am Fußballplatz. Ein zweijähriger Bub wurde von einem Bernhardiner/Berner Sennenhund-Mischling ins Gesicht gebissen. Das Tier war weder angeleint, noch hatte es einen Beißkorb um, sondern lief einfach frei zwischen den Gästen der Abschlussfeier umher.

Offenbar hatte der Hund seine Aufmerksamkeit gerade auf ein Würstel konzentriert, das am Tisch liegengeblieben war, und wollte sich dieses schnappen. Doch im selben Moment kam aber der Zweijährige und griff nach seiner Semmel, die ebenfalls am Tisch lag. Der Hund biss ohne Vorwarnung in das Gesicht des Buben, ließ danach aber sofort wieder von ihm ab.

Der Kleine erlitt Verletzungen am Kinn, an der Wange außen und innen sowie am rechten Auge.

Bub erlitt auch eine Verletzung am Auge

Das Kind wurde zuerst ins Klinikum Amstetten gebracht und dann per Hubschrauber weiter in das Kepler-Universitätsklinikum in Linz transportiert. Der Zweijährige konnte das Spital zwar am selben Abend wieder verlassen, wie schwer die Augenverletzung tatsächlich war, konnten die Ärzte aufgrund der Schwellung aber nicht genau sagen. Inzwischen kann der Bub zum Glück aber offenbar wieder sehen.

Die Besitzerin des Hundes wurde der Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Körperverletzung gemeldet. Außerdem wurde eine Anzeige nach dem Hundehaltergesetz wegen Verletzung der Leinen- und Beißkorbpflicht erstattet.