Bürger arbeiten an ökologischem Leitfaden mit. Gemeinde St. Peter will festlegen, wohin die Reise in Sachen Nachhaltigkeit und Umwelt gehen soll. Bürger sind bei Themenabenden zur Mitarbeit eingeladen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 05. Juli 2019 (06:35)
Gemeinde
Beim Vorgespräch über die Entwicklung eines ökologischen Leitfadens für die Gemeinde (von links): Umweltgemeinderat Andreas Gruber, Bürgermeister Johannes Heuras, Gemeinderat Jürgen Haunschmid, Gemeinderätin Renate Vogel, Gemeinderat Dietmar Hausberger, Vizebürgermeister Alois Seirlehner, und Ignaz Röster (enu).

Neue Wege will die Gemeinde in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit beschreiten. „Wir haben im Umweltausschuss beschlossen, einen neuen Leitfaden zu erarbeiten, der die fünf Themenbereiche Wasser, Energie-Bauen-Wohnen, Mobilität und Raumentwicklung, Abfall und nachhaltige Beschaffung und Grünraum- und Bodenschutz umfassen soll“, berichtet Bürgermeister Johannes Heuras. Umweltgemeinderat Andreas Gruber betont, dass man sich im Bereich des Klima- und Umweltschutzes klar positionieren „und die notwendigen Eckpfeiler für ein lebenswertes St. Peter/Au festlegen wolle.“

Zu jedem der fünf Bereiche wird es in den nächsten Monaten einen Themenabend geben, wo auch die Bürger zur Mitarbeit eingeladen sind. „Klima- und Umweltschutz fängt für mich im Kleinen an. Wenn einer allein etwas macht, bewirkt es freilich wenig, aber wenn wir es alle gemeinsam machen, dann hat es Gewicht. Und wir wollen natürlich auch das Know-How unserer Gemeindebürger nutzen“, sagt der Ortschef. Er hofft, dass sich viele Leute einbringen werden.

Zum einen soll für jeden der fünf Bereiche der Ist-Stand aufgelistet und dann die Frage beantwortet werden, wo die Gemeinde in 15 Jahren stehen soll. „Nehmen wir den Bereich Mobilität. Da haben wir schon einiges gemacht, von der E-Tankstelle bis hin zum Bahn-Schnupperticket“, sagt Heuras.

Neue Ideen und Projekte entwickeln

Doch es gibt noch viele weitere mögliche Aktivitäten. Angedacht werden könnte etwa ein E-Car-Sharing, das es in Nachbargemeinden bereits gibt. „Im Bauhofbereich werden wir uns in den nächsten Jahren beim Ankauf neuer Fahrzeuge natürlich auch genau anschauen, wo da E-Mobilität Sinn macht“, sagt Heuras.

Der nun gestartete Prozess soll auch der Bewusstseinsbildung dienen, denn auch da gibt es noch viel zu tun. „Für sehr viele Leute ist es selbstverständlich, dass das Wasser läuft, wenn sie zuhause den Hahn aufdrehen. Sie machen sich aber keine Gedanken darüber, was die Gemeinde für Leistungen erbringt, damit das möglich ist“, sagt der Ortschef. Angesichts der heißer werdenden Sommer sei es wichtig, bei den Leuten das Bewusstsein für den Wert des Wassers zu steigern.

Beim Themenabend soll auch überlegt werden, wie Haushalte künftig Regenwasser besser nutzen können. Begleitet wird die Gemeinde bei ihrem Projekt von der Energie und Umweltagentur des Landes.