„Blas dir Schädel mit Flinte weg“. Weil Mann (40) nicht wollte, dass seine Freundin in einer Disco arbeitet, bedrohte er sie mit dem Tod.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 02. Februar 2019 (03:33)
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„Sie wollten ihre Freundin gezielt einschüchtern, damit sie macht, was Sie wollen“, sagt der Richter zu einem 40-Jährigen aus St. Peter in der Au. Gefährliche Drohung und Körperverletzung gesteht dieser teilweise in einem Prozess am Landesgericht.

Eifersucht plagte den Angeklagten, weil seine Freundin in einer Diskothek arbeitete. Laut Anklagebehörde drohte er der Frau mit Worten wie „Ich werde schon irgendwo eine Schrotflinte finden und dir den Schädel wegblasen“ oder „Schlag dir den Schädel mit einem Drehschüssel ein“. Auch handgreiflich soll er bei einem Streit gewesen sein, die Freundin an den Armen gepackt und festgehalten haben. Hämatome habe sie erlitten.

In Abwesenheit des Angeklagten sagt das Opfer im Prozess aus. „Ich habe mich gefürchtet. Aufbrausend wurde er immer und wollte, dass ich aufhöre zu arbeiten. Mir war das aber egal, ich wollte finanziell abgesichert sein“, erzählt die Frau.

Und sie fügt hinzu: „Einmal hat er auch ein Foto von mir gemacht, es mit dem Text ,sofort erhältlich um 20 Euro‘ versehen und das dann an einen Arbeitskollegen geschickt.“

„Ich glaube, Sie haben Probleme mit Ihrer Impulskontrolle“, sagt der Richter zum Angeklagten und verurteilt diesen zu drei Monaten bedingt verhängter Freiheitsstrafe. Ein Bewährungshelfer wird dem 40-Jährigen zur Seite gestellt und 500 Euro Schmerzensgeld muss er an das Opfer bezahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.