Umdasch Doka: Gewerkschaft fordert Sozialplan. Zu Wort meldet sich zum geplanten Abbau von rund 300 Mitarbeitern bei der Firma Doka-Umdasch (die NÖN berichtete exklusiv) nun auch die Gewerkschaft Bau-Holz(GBH).

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 17. September 2020 (11:51)
Das Doka-Werksgelände in Amstetten.
Doka

Landesgeschüftsführer Rudolf Silvan kritisiert, dass die die Unternehmensleitung nicht auf die Forderung des Betriebsrats eingegangen sei, die Mitarbeiter bis ins Frühjahr in Kurzarbeit weiter zu beschäftigen und die Unternehmenslage mit der Option auf eine verbesserte Wirtschaftslage im kommenden Jahr neu zu bewerten. „Nun sollen rund 300 Mitarbeiter vor Weihnachten vor die Tür gesetzt werden.“

Dies sei ein schwerer Schlag für die Region, vor allem aber trete nun vor Weihnachten für viele Arbeitnehmer und deren Familien in Amstetten und im Amstettner Umland ein Worst-Case-Szenario ein, das sich niemand wünsche. Silvan: „Es ist unverständlich, warum das Kurzarbeitsmodell, das genau für diese Fälle in solchen Unternehmen von den Sozialpartnern gemeinsam geschaffen wurde, nicht weiter in Anspruch genommen wird.“ 

Gemeinsam mit den Spezialisten der Arbeiterkammer und des AMS will die Gewerkschaft Bau-Holz Niederösterreich weiter für die Beschäftigten der Fa. Umdasch kämpfen. Silvan: „Wir werden den Betriebsräten und unseren Kollegen weiterhin den Rücken stärken und die Firma Umdasch ohne Kompromisse dazu auffordern, dem Sozialplanvorschlag des Betriebsrates zuzustimmen. Wir werden nicht zulassen, dass auch hier wieder versucht wird, Abstriche auf dem Rücken der Kollegen und deren Familien vorzunehmen.“