„Stempeln“ für das Klima in Ferschnitz. Der Umweltarbeitskreis motivierte die Bürger mit einer Stempelpassaktion, Erledigungen zu Fuß oder mit dem Rad durchzuführen. Am Sonntag kam es zur Preisverlosung.

Von Peter Führer. Erstellt am 29. Juli 2021 (06:05)
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Einige glückliche Gewinner mit den Vertretern von KLAR! rund um Klemens Willem (3. von rechts) und Magdalena Danner (links), GDA-Obmann Anton Kasser (3. von links) und Obmann-Stellvertreterin Manuela Zebenholzer (2. von links) sowie Arbeitskreisleiterin Hedwig Schagerl (5. stehend von links) und Bürgermeister Michael Hülmbauer (rechts).
Führer, Führer

„Jede Strecke, die wir zu Fuß oder mit dem Rad erledigen, ist ein Schritt gegen den Klimawandel“, betonte Umweltarbeitskreisleiterin Hedwig Schagerl am Sonntag. Da stand am Marktplatz die Verlosung der Preise für die Stempelpassaktion auf dem Programm. Mit dem Pass konnte man Ferschnitzer Betriebe und Institutionen besuchen, sich einen Stempel holen und dann an der Verlosung teilnehmen. Dort warteten 36 Preise. „Der Gesamtwert beträgt an die 2.000 Euro, der Hauptpreis war ein 100-Euro-Gutschein des Kaufhauses Reschauer und ein Geschenkspaket“, verrät Initiatorin Schagerl.

„Dauert Monate, bis Schäden behoben sind“

Auch Bürgermeister Michael Hülmbauer, Anton Kasser, Obmann des GDA (Gemeinde Dienstleistungsverband Amstetten) und seine Stellvertreterin Manuela Zebenholzer würdigten die Initiative, die außerdem große Unterstützung von „KLAR!“ (Klimawandel-Anpassungsmodellregion) erhielt. „KLAR!“ steuerte auch 1.000 Euro an Gutscheinen bei.

„Angesichts der Hochwasserkatastrophe ist klar, wie wichtig es ist, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.“  Bürgermeister Michael Hülmbauer

„Angesichts der Hochwasserkatastrophe ist klar, wie wichtig es ist, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Das Radfahren und zu Fuß gehen hilft gegen derartige Katastrophen und ist gut für den Planeten. Es wird noch Monate dauern, bis wir die Schäden, die es in der Gemeinde durch das jüngste Hochwasser gibt, behoben haben“, sagte Bürgermeister Michael Hülmbauer. Er bedankte sich auch bei Schagerl für die Initiative.

GDA-Obmann Anton Kasser unterstrich, dass es spürbar sei, dass sich das Klima ändert. Die Stempelpassaktion sei eine tolle Idee, um hier Schritte zu setzen und Bewusstsein zu schaffen.

„Wir sind die erste Generation, die den Klimawandel spürt, und die letzte, die etwas dagegen tun kann“, ist Kasser überzeugt. Die Hochwasserkatastrophe hätte gezeigt, dass sich Ereignisse, die früher vielleicht alle 100 Jahre vorkommen, häufen. Einzig positiv sei gewesen, dass viele Nachbarn und freiwillige Helfer sofort zur Stelle waren und den Betroffenen geholfen haben.

Die Preisverleihung fand übrigens im Zuge des Jakobi-Kirtages statt, der dieses Mal hochwasserbedingt etwas kleiner ausfiel. Die ÖVP-Frauen luden dabei zum Imbiss, der Reinerlös wird für die Hochwasserschäden verwendet.