Kirchturm in Seitenstetten ist desolat. Kostenschätzung beläuft sich auf 500.000 Euro. 2021 soll Sanierung starten.

Von Josef Penzendorfer. Erstellt am 18. Februar 2020 (04:12)
Nun gilt es, sich gemeinsam für die Sache „Turmrenovierung“ stark zu machen; vor dem desolaten Turmkreuz im Eingangsbereich der Stiftskirche (von links): Pfarrer Pater Laurentius Resch, die Pfarrgemeinderäte Stefan Fehringer und Maria Krondorfer, Bürgermeister Johann Spreitzer und AbtPetrus Pilsinger.
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Bei der Pfarrgemeinderatssitzung vom 10. Februar waren diesmal auch Abt Petrus Pilsinger und Bürgermeister Johann Spreitzer zugegen, schließlich stand die dringend notwendig gewordene Sanierung des Kirchturms auf der Agenda.

Der Turm des Stiftes ist Mittelpunkt der gesamten Klosteranlage, gleichsam wie ein Fingerzeig nach oben. Das Turmkreuz musste aus Sicherheitsgründen schon im Vorjahr abgenommen werden, da es allzu schadhaft war. Turmhelm, Kugel und Kreuz stammen immerhin aus dem Jahre 1861. „Natürlich vermissen viele Seitenstettner und auch die Stiftsbesucher das Kreuz, allerdings muss nun zuvor der gesamte Turm saniert werden“, teilt Pfarrer Pater Laurentius Resch mit, „denn die letzte Renovierung wurde am Beginn der großen Stiftsrenovierung im Jahr 1985 durchgeführt.“

Vom Frühschoppen bis zum Benefizkonzert

Das Turmkreuz, an dem Wind und Wetter lange rüttelten, wurde schon voriges Jahr abmontiert.
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Nach Einholen erster Kostenvoranschläge werden die anfallenden Kosten auf rund 500.000 Euro geschätzt. „Erst wenn die Finanzierung steht – hoffentlich 2021 –, kann dieses große Projekt im Zusammenwirken von Pfarre, Gemeinde und Stift mit Unterstützung durch die öffentliche Hand in Angriff genommen werden“, ist sich der Seitenstettner Prior sicher. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates denken jedenfalls sehr kreativ, wenn es um die Lukrierung möglicher zusätzlicher Finanzquellen geht:

Vom Frühschoppen über ein Benefizkonzert bis hin zu einem Benefiz-Lauf sind verschiedene Aktivitäten angedacht, sogar ein eigenes Turmbier und Kulinarisches wie das „Kirchturmpfandl“ soll es geben. Der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Stefan Fehringer, gab allen Mitgliedern ein Rex-Glas mit dem Etikett „Tower for the people“ als Spendenanregung mit. Das arg in Mitleidenschaft gezogene Turmkreuz musste schon im Vorjahr aus Sicherheitsgründen abgenommen werden.