Schwere Schäden an der Zeillerner Marktstraße. Die Überflutungen haben Spuren hinterlassen. Feuerwehr Zeillern musste innerhalb von 12 Stunden zwei Mal zum Großeinsatz ausrücken.

Von Peter Führer. Erstellt am 05. August 2020 (13:26)
Gleich zwei Mal innerhalb von zwölf Stunden stand der Marktplatz in Zeillern unter Wasser.
Feuerwehr

Es war am Sonntag um kurz vor 19 Uhr, als die Alarmierung der Feuerwehr Zeillern erfolgte: Der Marktplatz steht unter Wasser.

25 Mitglieder standen danach mehrere Stunden im Einsatz, schützten Häuser, pumpten Keller aus, spülten den Kanal durch und reinigten die Ortsdurchfahrt. Um 23 Uhr schien der Einsatz beendet. Das Wasser war weg, der Marktplatz wieder trocken und sauber. 

Doch nur wenige Stunden später, Montag, um 5.30 Uhr, das böse Erwachen: Der Marktplatz stand erneut 25 Zentimeter unter Wasser! Abermals von der Kreuzung Oberzeillern/Pyrha bis zum Zebrastreifen, inklusive Rotem Platz.

Auch die Tennisplätze waren betroffen. Abermals hieß es daher, dieses Mal für rund 30 Feuerwehrmitglieder: Rein in die Uniform und Gummistiefel. Es folgte ein weiterer Einsatz. Der dauerte dann bis 17 Uhr. 

Normalität nur auf den ersten Blick

Mittlerweile, wenige Tage später, hat sich das Wasser verabschiedet. Auf den ersten Blick herrscht Normalität. Dank der vielen freiwilligen Helfer, die Marktplatz und umliegendes Areal wieder auf Vordermann gebracht haben. Dennoch haben die Überflutungen Spuren beziehungsweise Schäden hinterlassen.

An und in den Häusern und Kellern am Marktplatz, aber auch in anderen Teilen der Gemeinde. Schwer in Mitleidenschaft wurde die Marktstraße gezogen.

„Die Fahrbahn, Teile des Parkstreifens und auch Randsteine wurden unterspült und dadurch angehoben. Das betrifft eine Länge von etwa 30 Metern“, berichtet Bürgermeister Friedrich Pallinger. In den nächsten Tagen und Wochen ermittelt man Schadensursache und Schadenshöhe. Dafür muss auch der Asphalt abgefräst werden.

Bürgermeister Friedrich Pallinger verweist auf die schwer beschädigte Marktstraße.
Peter Führer

Für den Schaden wird die Gemeinde aufkommen müssen, es gibt allerdings die Möglichkeit für Unterstützungen, etwa durch das Land Niederösterreich.

„Das Ganze hat sich jedes Mal in unter einer Stunde abgespielt. Da das Rückhaltebecken Kirchholz voll war, ist das Wasser auch von dort, wie auch von Pyrha gekommen. Es hat Meldungen von 80 Liter Niederschläge innerhalb von 45 Minuten gegeben. Das schafft kein Kanalsystem“, erinnert sich Ortschef Pallinger zurück, der froh ist, dass es zumindest keine Personenschäden gegeben hat. 

Mit viel Einsatz und guter Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Gemeinde habe man die große Aufgabe bewältigen können. „Nicht nur im Zentrum, sondern auch in anderen Gemeindegebieten hat die Nachbarschaftshilfe sehr gut funktioniert. Ansonsten wäre das alles nicht so gut verlaufen“, ist Pallinger sicher.