Jäger zogen Bilanz. 2.400 Jäger in mehr als 150 Jagdgebieten im Bezirk aktiv. Trockenheit und Borkenkäfer als große Herausforderungen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 19. Juni 2019 (02:46)

Alle zwei Jahre findet für den Bezirk Amstetten und das Magistrat Waidhofen der Bezirksjägertag statt, um Bilanz zu ziehen und in die jagdliche Zukunft zu blicken. Am Sonntag ging dieser heuer in Waidhofen über die Bühne. Zum Auftakt wurde in der Stadtpfarrkirche die Jägermesse mit Pater Benedikt gefeiert, wobei die Jagdhornbläser Waidhofen mit Hornmeister Hubert Ritzinger die Waidhofner Jägermesse von Anton Solfellner spielten.

2.400 Jäger im Bezirk

Bezirksjägermeister Franz Hochholzer konnte danach viele Jäger sowie Persönlichkeiten aus Politik, Land- und Forstwirtschaft, Behörde und Jägerschaft begrüßen, darunter Waidhofens Vizebürgermeister Mario Wührer, Nationalratsabgeordneten Alois Rosenberger und Landtagsabgeordneten Anton Kasser. 2.400 Jäger in mehr als 150 Jagdgebieten gibt es im Bezirk.

Bezirksjägermeister-Stellvertreter Lukas Firmberger gab einen Überblick über die Situation bei den einzelnen Wildarten und die Aktivitäten der Jägerschaft. Er betonte, dass in den nördlichen Teilen des Bezirks, im Feld und Ackerland, vor allem die Erhaltung des Niederwilds, wie Hase, Fasan und Rebhuhn, im Mittelpunkt stünden.

In den Bergrevieren sei der Wald durch Trockenheit, Borkenkäfer, Wind und Schneedruck stark beansprucht worden, was die Jäger bei der Wildstandsregulierung von Rot-, Gams- und Muffelwild fordere. Unter dem Motto „Dem Wild verpflichtet“ gab die Geschäftsführerin des NÖ Jagdverbandes, Sylvia Scherhaufer, Einblicke in die Neuerungen des NÖ Jagdverbands. „Jagd ist gelebte Nachhaltigkeit und Erhaltung eines gesunden Wildbestands. Die Jäger sind die Experten für die Wildtiere, das Handwerk Jagd ist mehr denn je gefragt, um Partner für Land und Forstwirtschaft zu sein“, sagte sie.

Für die musikalische Umrahmung sorgten die Windhager Jagdhornbläser mit Hornmeister Hermann Mader thaner. Hans Schneeberger, Lukas Firmberger und das Team von SmartMultiCopters führten zudem einen Drohnenflug vor. Drohnen werden in der Jagd nämlich zur Rettung von Rehkitzen vor dem Mähtod eingesetzt.