Polizist bei Streit in Asylunterkunft verletzt. Nach Streit in Asylunterkunft wurde Mann (23) verhaftet. Mit Exekutivbeamten rangelte er. Vor Gericht setzte es bedingte Strafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 18. April 2019 (04:50)
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Ein Disput eskalierte heuer im Jänner in einer Asylunterkunft in Waidhofen. Dabei soll ein Pakistani (23) zum Messer gegriffen haben. Als Polizisten einschritten, rastete der Mann aus. Am St. Pöltner Landesgericht muss er Rede und Antwort stehen.

„Wir haben eine Flasche Whiskey getrunken“, erzählt der 23-Jährige vor einer Richterin. Danach sei es zu Streit gekommen. Dass ein Messer im Spiel war, bestätigen Zeugen nicht.

Polizisten hatten alle Hände voll zu tun mit dem Angeklagten. „Er war in Rage, deswegen haben wir die Festnahme ausgesprochen. Als wir ihn in die Anhaltezelle bringen wollten, hat er mit den Füßen getreten“, erzählt ein Beamter. Und ein anderer berichtet: „Beim Ablegen hat er mich an der Jacke gepackt und hinuntergezogen.“ Der Exekutivbeamte erlitt dabei Abschürfungen. Auch gegen ein Fenster in der Zelle trat der 23-Jährige und beschädigte es.

Um diversionelles Vorgehen bittet die Verteidigerin: „Der Angeklagte ist in eine Ausnahmesituation geschlittert.“

Fünf Monate bedingt

Strenge fordert die Anklägerin: „Bei den Polizisten handelt es sich um besonnene Beamte mit viel Erfahrung im Umgang mit schwierigen Situationen.“

Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, schwerer Körperverletzung und schwerer Sachbeschädigung setzt es fünf Monate bedingt. Von Nötigung mit einem Messer wird der 23-Jährige freigesprochen. „Aus generalpräventiven Gründen versagt hier Diversion“, so die Richterin. Nicht rechtskräftig.