Amstetten , Mauer

Erstellt am 12. Juni 2018, 04:08

von Hermann Knapp

Landesausstellung von 2023 auf 2026 verschoben. Termin hat sich von 2023 auf 2026 verschoben. Touristiker in der Region sehen das eher als Vorteil und wollen die Schau auf jeden Fall nach Amstetten holen.

Sind fest entschlossen, die Landesausstellung nun im Jahr 2026 in die Moststraße zu holen. Günther Sterlike (ÖBB), Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer, Andreas Krauter (Landesklinikenholding) und Amstettens Bürgermeisterin Ursula Puchebner mit dem Leiter der Kulturabteilung des Landes NÖ, Hermann Dikowitsch (2.v.l.).  |  Brandstetter

Eine Überraschung gab es in der Vorwoche in Sachen Bewerbung für die Landesausstellung. Denn der Termin für eine mögliche Schau in Amstetten hat sich vom Jahr 2023 auf 2026 verschoben.

Grund dafür: Die Ausstellung in Marchegg, die ursprünglich 2021 stattfinden sollte, wurde vom Land auf 2022 verschoben, weil der Schlossumbau aufwändig ist. 2024 hofft St. Pölten Standort der Kulturhauptstadt Europas zu sein. Daher, so verkündete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, wird die nächste Landesausstellung erst 2026 über die Bühne gehen, dafür aber definitiv im Mostviertel.

Die Moststraße hat dann also gute Chancen, den Zuschlag zu bekommen. „Wir werden auch sicher in unseren Anstrengungen nicht locker lassen. Jetzt heißt es aber erst einmal, den Schalter umzulegen und unsere Bewerbung zu adaptieren. Erste Gespräche dazu hat es in der Region schon gegeben“, sagt Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer.

Im Grunde kommt der Aufschub den heimischen Touristikern gar nicht so ungelegen. „Denn es gibt bei unseren Ausstellungsorten und da vor allem beim Architektur-Juwel Mauer viel zu tun“, sagt Hinterholzer. Sie weist aber auch darauf hin, dass gerade das Landesklinikum eine Landesausstellung mit den damit verbundenen Geldflüssen dringend brauche, um die alten Pavillons einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

Landesausstellung als krönender Höhepunkt

Auch Amstettens Bürgermeisterin Ursula Puchebner sieht die Verschiebung des Termins für die Landesausstellung positiv: „Wir sind jetzt in einer Phase, in der wir viele große Projekte für die Region auf den Weg bringen. Das braucht viel Energie, aber auch Zeit! Die Landesausstellung wird dann eben der krönende Höhepunkt werden!“

Der Standort Remise Amstetten werde allein schon aufgrund seiner Historie 2026 für eine Landesausstellung genauso interessant sein wie 2023. Und auch, wenn bis dahin schon bauliche Vorhaben aus dem Visionsprozess verwirklicht werden konnten, wird das Projekt an sich noch immer sehr viel Charme haben.“

Auch bei den ÖBB sieht man in der Verschiebung kein Problem. „Unser Projektfahrplan ist voll inhaltlich auf Schiene: Wir werden am 23. Juni im Rahmen der Planungswerkstatt den fertigen Masterplan an die Stadt Amstetten zur weiteren Federführung in der Bearbeitung des Flächenwidmungsplans übergeben. Wir rechnen mit einer rechtskräftigen Flächenwidmung im September 2019. Die Machbarkeitsstudie für den Umbau der Remise ist bereits fertig und wird ebenfalls am 23. Juni der Öffentlichkeit vorgestellt“, berichtet Pressesprecher Christopher Seif.

Baubeginn für Remise Anfang 2020 geplant

Aktuell starte die Erarbeitung des Betreiberkonzepts und des Businessplanes. Ziel sei es, bis Ende des Jahres Klarheit hinsichtlich des Betreibers und des Investorenmodelles zu erlangen. Ein Baubeginn für die Remise (als ersten Bauteil im Quartier) sei für Anfang 2020, die Inbetriebnahme für Ende 2021 vorgesehen.

„Eine Landesausstellung wird jedenfalls immer ein gerne gesehener Gast im Future-Hub sein. Ein Segment wird dort ja ohnehin für Veranstaltungen aller Art zur Verfügung stehen. Und im Jahr 2026 gibt es im Vergleich zum ursprünglich angedachten Termin 2023 für die Besucher sicher auch schon wesentlich mehr von der innovativen Art der Quartiersentwicklung in Amstetten zu sehen und zu spüren“, erklärt Seif.