Bezirk Amstetten: Hilfe gegen Teuerung

Erstellt am 06. Juli 2022 | 04:46
Lesezeit: 3 Min
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Nationalrat Andreas Hanger und die Landtagsabgeordneten Michaela Hinterholzer, Bernhard Ebner und Anton Kasser verkündeten die Maßnahmen von Bund und Land gegen die Teuerung.
Foto: Knapp
ÖVP-Granden verkündeten Maßnahmenpakete des Bundes und des Landes. Für jedes Kind gibt es 100 Euro Schulstarthilfe.

Die Teuerung macht auch den Menschen in der Region arg zu schaffen. Die ÖVP lud daher in der Vorwoche zum Pressegespräch, um die Gegenmaßnahmen der Regierung und des Landes zu verkünden.

Nationalrat Andreas Hanger hob hervor, dass im Bund ein Antiteuerungspaket mit einem Volumen von 28,6 Milliarden Euro verabschiedet worden sei. „Sechs Millionen sollen kurzfristig greifen, der Rest geht in strukturelle Maßnahmen, insbesondere die Abschaffung der kalten Progression“, betonte der ÖVP-Politiker. Bereits im Sommer würden Mindestbezieher, Mindestpensionisten, Arbeitslose und Studienbeihilfenbezieher rund 300 Euro Teuerungsausgleich bekommen. Im August werde es zudem eine Einmalzuzahlung zur Familienbeihilfe in Höhe von 180 Euro pro Kind geben.

„Im Herbst geht die Entlastung dann in die Breite. Für jeden Haushalt gibt es durch den Klimabonus, ergänzt mit einem Teuerungsbonus, 500 Euro zusätzlich“, sagte Hanger. Er verwies auch auf zusätzliche Steuerabsetzbeträge (höherer Familienbonus) und hob hervor, dass künftig Sozialleistungen jährlich valorisiert (Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Studienbeihilfe) würden.

„Auch das Land ist dabei, ein Teuerungsausgleichspaket zu schnüren“, berichtete Landtagsabgeordneter und ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner. „Wir haben die Maßnahmen des Bundes abgewartet und werden da noch eines draufsetzen. Bis 22. September wird unser Paket fertig sein, punktgenau für jene Gruppen, die es brauchen“, kündigte er an. Eine Maßnahme steht aber schon fest: Das Land wird für jedes Schulkind zu Schulbeginn ein Schulstartgeld in Höhe von 100 Euro auszahlen. Allein im Bezirk sind das rund 15.000 Schülerinnen und Schüler. Bedingung ist, dass das Kind und zumindest ein Erziehungsberechtigter einen Wohnsitz in NÖ haben.

Persönlicher Entlastungsrechner

In den nächsten Wochen wird die ÖVP Folder verteilen, die einen persönlichen „Entlastungsrechner“ darstellen. „Da sind alle Maßnahmen gegen die Teuerung aufgelistet und da kann sich jeder leicht selbst ausrechnen, wie viel er bekommt“, erklärte Ebner.

Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer berichtete, dass die Wirtschaft trotz Teuerung nach wie vor brummt. Für Klein- und Mittelbetriebe mit hohem Treibstoffaufwand und Einzelpersonenunternehmen hat der Bund eine Treibstoffrückvergütung mit einem Volume von 120 Millionen Euro beschlossen. Weitere 120 Millionen sollen Firmen den raschen Umstieg auf alternative Antriebsformen schmackhaft machen.

Für die Bäuerinnen und Bauern sind die explodierenden Kosten bei Energie, Dünger und Futtermittel eine enorme Belastung. „Vor allem die Schweinebetriebe sind unter Wasser und produzieren derzeit aufgrund der hohen Getreidepreise mit Verlust. Der Bund hat daher ein Versorgungssicherheitspaket von 110 Millionen Euro auf den Weg gebracht. 80 Millionen sollen flächenbezogen, 30 Millionen als Zuschuss für tierhaltende Betriebe ausgezahlt werden. Wichtig ist, dass wir die Versorgung aufrechterhalten können und dass die bäuerlichen Familienbetriebe auch überleben können“, sagte Kasser.

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