Amstettner Wirte zahlen keine Schanigärtengebühr. Gemeinderat erlässt Wirten die Gebrauchsabgabe. SPÖ blitzte mit ihrem Vorschlag ab, an Bürger Gutscheine zum Verbrauch in heimischen Lokalen zu verteilen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 04. Juni 2020 (04:08)
Bürgermeister Christian Haberhauer und Stadtrat Peter Pfaffeneder mit Herbert und Ingrid Houska, die darauf hoffen, im Gastgarten bald wieder viele Gäste bewirten zu können.
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Die Gastronomie hat unter der Coronakrise massiv gelitten. Der Gemeinderat hat deshalb am Mittwoch eine Wirtschaftsförderung die Amstettner Wirte beschlossen. „Allen Schanigärten-Betreibern wird die Gebrauchsabgabe für 2020 nachgelassen“, verkündet Bürgermeister Christian Haber hauer. Wirtschaftsstadtrat Peter Pfaffeneder betont, „dass wir damit die Betriebe in dieser schwierigen Zeit entlasten wollen.“

Abgelehnt wurde im Gemeinderat hingegen ein Vorstoß der SPÖ, die beantragte, an alle Einpersonenhaushalte Zehn-Euro- und alle Mehrpersonenhaushalte Zwanzig-Euro-Gutscheine zum Verbrauch in den heimischen Gastronomiebetrieben auszugeben. „Damit würden wir die Wirte unterstützen, die ja Einkommenseinbußen von bis zu 40 Prozent haben, und wir könnten den Bürgern auch gleich für ihre Disziplin in der Coronazeit danken“, begründete SP-Vizebürgermeister Gerhard Riegler den Vorstoß seiner Fraktion.

Haberhauer erklärte, dass „es nichts zu verschenken gibt. Und Bund und Land haben ja ohnehin tolle Hilfspakete für die Gastronomen auf den Weg gebracht.“ Grüngemeinderätin Sarah Huber spricht von einem populistischen Schnellschuss der SPÖ. „Wir wollen Geld nicht im Gießkannenprinzip an alle Bürger verteilen, sondern genau jenen geben, die es jetzt wirklich brauchen.“