Erstellt am 19. Dezember 2018, 14:45

von BVZ Redaktion und NÖN Redaktion

Gmünd – grenzenlose Vielfalt. Die Bezirkshauptstadt an der Grenze begeistert als grenzenloses Zentrum von Wirtschaft, Kultur und Tourismus.

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Gmünd, in idyllischer Lage im nordwestlichen Waldviertel, ist eine Stadt mit besonderem Flair. Es ist das wirtschaftliche, kulturelle und touristische Zentrum des oberen Waldviertels. Eine moderne Infrastruktur, ein umfassendes Bildungsangebot, eine gute ärztliche Versorgung, zahlreiche Freizeiteinrichtungen und ein reges und vielfältiges Vereins- und Kulturleben zeichnen Gmünd als Bezirkshauptstadt aus.

Der historische Stadtkern, mit seinen nach alten Vorbildern revitalisierten Häusern, den beiden Sgraffitohäusern und dem Alten Rathaus, ein Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert, stehen im Mittelpunkt der Gmünder Altstadt. Die Stadtpfarrkirche, im 13. Jahrhundert erbaut, ist dem Hl. Stephanus geweiht. Das Innere der Kirche wurde im Neugotischen Stil umgestaltet. Das älteste Gebäude der Stadt ist das Schloss aus dem 12. Jahrhundert. Der Schlosspark beherbergt botanische Raritäten und bietet Erholung inmitten der Stadt.

Im Glas- und Steinmuseum wird den ehemals bedeutendsten Wirtschaftszweigen - Glas und Stein - Referenz erwiesen. Das Schaumuseum in der „Alten Huf- und Wagenschmiede“ ist eine typische Huf- und Wagenschmiede, deren es nur mehr wenige in Österreich gibt. Das Stadtmuseum im Alten Rathaus bietet mit Schauobjekten und einer Multimediaschau Einblick in die historische und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt.

Auf den Spuren der Geschichte

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Selten findet man Schauplätze, die unmittelbar Zeugnis über geopolitische Entwicklungen, vor allem im 19. und 20. Jahrhundert ablegen, als hier in Gmünd. Die Gmünder Neustadt entstand aus dem 1914 errichteten Flüchtlingslager, es war eines der größten in der österreichisch-ungarischen Monarchie. Etwa 200.000 Flüchtlinge aus allen Teilen der Monarchie wurden im Lager untergebracht, an die 30.000 Menschen fanden auf dem Lagerfriedhof ihre letzte Ruhestätte. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges stand die Region um Gmünd im Zentrum der Grenzziehung in Europa. Ein Rundgang durch das ehemalige Flüchtlingslager führt zu den historischen Schauplätzen und noch bestehenden Gebäuden aus dieser Zeit.

Natur und Erholung

Eine weitere Besonderheit von mitteleuropäischem Format ist die Vielfalt an geschützten Gebieten wie Malerwinkel, Teichkettenweg, Lainsitzniederung und Wasserfeld. Im Nahbereich der Lainsitz befindet sich auf einem ca. 12 ha großen Gebiet eine Wasserbüffelweide. Diese Beweidung soll die Qualität der Flusslandschaft nachhaltig steigern und das Überleben zahlreicher Tier- und Pflanzenarten fördern. Der Naturpark Blockheide mit seinen vielen sagenumwobenen Granitblöcken, der herrlichen Wald- und Heidelandschaft mit den bekannten Wackelsteinen ist mittlerweile zu einem Begriff in Österreich geworden. Freizeitvergnügen garantieren auch vielfältige Wandermöglichkeiten, Radwege, Tennisplätze, ein Stadtkino, die Stadtbücherei sowie ein Skater-Park. Eine weitere Besonderheit ist das malerisch inmitten der Natur gelegene Gmünder Strandbad. Der sieben Hektar große und bis zu 35 Meter tiefe Naturbadesee mit Sandstrand bietet Badespaß mit Strandfeeling.

Nostalgie auf Schienen

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Ein Ausflugserlebnis der besonderen Art sind die Fahrten mit der Waldviertelbahn von Gmünd über den „Waldviertler Semmering“ durch die beiden Tunnels sowie über zwei Viadukte, vorbei an monumentalen Granitwänden und Granitblöcken nach Groß Gerungs und Litschau mit Dampf- und Dieselzügen und Speise- und Buffetwagerl. Der Waldviertelbahn-Radweg verläuft großteils entlang der Strecke, die Mitnahme von Fahrrädern im Zug ist gratis. Ein besonderes Ambiente inmitten der Natur bietet der Campingplatz am Aßangteich mit 51 Stellplätzen. Die herzliche Gastlichkeit wird ebenso wie die Gemütlichkeit in Gmünd seit jeher großgeschrieben. Viele Gasthäuser, zwei Vier-Sterne-Hotels, „Beisl´n“, Cafés und Spezialitätenlokale bemühen sich um ihre Gäste.

14 Tiere befinden sich auf den Weiden nahe der Mündung von Braunau und Lainsitz entlang des Weges von Wasserfeld zur Latschenhütte und zur Blockheide.  |  privat

Informationen:

Tourismusbüro Gmünd
Rathaus
Schremser Straße 6
3950 Gmünd

02852/52506 DW 100 oder DW 101
Fax: 02852/52506-501
tourismus@gmuend.at
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