Neues Logo, frische Zutaten

Eine Aufwertung verordnet haben die Franko-Rumänen dem Dacia Duster. Direktschaltung ist für den Fronttriebler wieder eine Option.

Beatrix Keckeis-Hiller Erstellt am 16. September 2021 | 05:30
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In Modellgenera- tion 2 optisch und technisch gereift: Duster. Jetzt wurde der Kompakt-SUV optisch nochmals retuschiert und technisch aktualisiert. Ein neu interpretiertes Markenlogo gibt es obendrein.
Foto: Dacia

Gehörig Staub aufgewirbelt hat Dacia 2010 mit dem Duster. Nicht aufgrund des staubigen Modellnamens. Sondern wegen des Erfolgs, den der Rumäne mit französischer Technik im kompakten SUV-Segment vom Start weg für sich verbuchen konnte. Trotz oder vielleicht gerade wegen reduzierter Elektronikmitgift, dafür günstigem Preis/Leistungs-Verhältnis auch für die Allradantriebsversionen, die – gar nicht nebenbei – leichte Offroad-Passagen souverän meistern können.

Dazu kam in der ersten Generation ein ungewöhnlich langer Modellzyklus. 2018 startete der Duster, zwar rundum modernisiert, doch gleichermaßen robust, zur Fortsetzung seiner Karriere. Das hat der Renault-Tochtermarke bislang fast zwei Millionen verkaufte Fahrzeuge eingebracht. Das soll so weitergehen, mit Unterstützung eines Updates nach relativ kurzer Zeit, obwohl der Duster noch gar nicht angestaubt wirkte. Doch ist er wesentliches Element der aktuellen (Modellpaletten-)Aktualisierung. Was sich optisch an einer Neudefinition des Marken-Logos zeigt.

Das kommt dem Duster ebenso zugute wie Detailretuschen am Kühlergrill und an den Leuchten. Dazu gehört eine neue Tagfahrlichtsignatur in (Eco-)LED-Technik, Letzteres ebenso an den Rücklichtern und den vorderen Blinkern. Auch das Abblendlicht nutzt nun moderne Technik. Fürs Fernlicht bleibt es bei Halogen-Leuchten. Darüber hinaus spendierte Dacia dem Duster eine Reihe von aerodynamikfördernden Detailverbesserungen, am Heckspoiler und an den Rädern, die 16 oder 17 Zoll groß sind. Die Reifen sind zudem rollwiderstandsoptimiert.

„Seit 2010 entwickelt sich der Duster mit bald zwei Millionen verkauften Exemplaren zur Ikone der Marke …“ Karin Kirchner, Pressesprecherin Dacia Österreich

Frische Zutaten setzte es ebenso im Interieur, mit erneuerten Sitzpolsterungen und -bezügen, neu geformt sind die Kopfstützen. Erhöht ist die Mittelkonsole samt breiter – und verschiebbarer – Armauflage. Das erhöht, wie erfahren, den Lümmelfaktor auf fahraktiv weniger anspruchsvollen Etappen als auf Geländepassagen. Darunter befindet sich ein kleiner Stauraum (1,1 Liter Volumen).

Zur Abrundung der Technikaufwertung gehört eine Neukonfiguration des Infotainmentsystems, im Verein mit einer Vergrößerung des Zentraldisplays auf acht Zoll. Neu ist für die Allradversionen eine Erweiterung der Fahrzeuginformationen um einen 4x4-Monitor (zeigt Kipp- und Neigungswinkel, Steigung sowie Gefälle, Höhenmeter und Kompass an).

Motorisch bleibt es beim bekannten Menü. Die Frontantriebsversionen sind entweder von einem 1,0- oder einem 1,33-Liter-Benziner angetrieben, sie haben 91 oder 130 respektive 150 PS. Wieder zu haben ist, zusätzlich zu den durchwegs sechsstufigen Handschaltungen, ein sechsgängiges Doppelkupplungsgetriebe. Allerdings nicht in Kombination mit Allradantrieb (im 150-PS-Benziner) und auch nicht in Verbindung mit dem 1,5-Liter-Diesel. Der hat 115 PS und ist sowohl front- als auch allradgetrieben orderbar.

Assistenztechnisch kann der Dacia mehr Helfer als bisher bieten. Abgesehen von der Bergabfahrhilfe für die 4x4-Kandidaten können das unter anderem ein Toter-Winkel-Warner und ein 360-Grad-Kamerasystem sein. Auch Rundum-Parksensoren offeriert das Extraprogramm.

Ein kleines, doch wirkungsvolles Detail gehört zum aktuellen Update: eine Neuabstimmung der Lenkung. Dadurch addiert sich zu den bekannten Qualitäten des Duster ein präziseres Fahrgefühl als bisher. Nicht nur in den zahllosen Kreisverkehren rund um Paris, wo der upgedatete Rumäne seine neuen Qualitäten unter Beweis stellte. Alles in allem bestätigte sich dabei von Neuem: Der Duster ist nach wie vor ein günstiger Allrounder („Österreichs günstigster SUV“), doch verströmt er längst nicht mehr so etwas wie Billig-Flair.