Dauerläufer für Familien. In der Nachfolge des ausgelaufenen Lodgy tritt nun der Dacia Jogger als bis zu siebensitziger Großraum-Van mit Crossover-Styling an.

Von Beatrix Keckeis-Hiller. Erstellt am 10. September 2021 (05:54)
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Der Längste aller Dacias: Der Jogger bringt es auf 4,55 Meter. Das schafft Platz für bis zu sieben Sitze oder mehr als 1.800 Liter Laderaumvolumen.
Dacia

Eine anhaltende Erfolgsgeschichte ist die Wiederbelebung der rumänischen Automarke Dacia durch Renault. Das Rhombus-Label hatte 1999 begonnen, den ehemaligen Lizenz-Partner auf eigene Beine zu stellen. Entstanden ist daraus eine Reihe von Modellen mit zwar aktueller, doch reduzierter Technik auf sehr günstig gehaltenem Preisniveau.

Derzeit besteht das teils erneuerte, zu erneuernde und neu bestückte Portfolio aus dem Kleinwagen-Duo Sandero und Sandero Stepway, dem Kompakt-SUV Duster, dem kompakten Kombi Logan und dem Elektro-Kleinwagen Spring. Mit der avisierten Komplettierung des Programms um weitere Modelle hat Dacia auf Basis der modularen Sandero-Plattform in erster Linie das Kompaktwagen-Segment im Visier.

Erster Kandidat der Neuerscheinungen ist der Jogger! Er tritt die Nachfolge des ausgelaufenen Lodgy an. Mit einer ähnlichen Basisidee: ein familiärer Allrounder mit bis zu sieben Sitzen. Allerdings mit expressiverem Selbstbewusstsein und in markanterem Look. Dazu gehört, dass er angesichts seines SUV-Dekors – siehe Radhaus- und Seitenschwellerbeplankung sowie modulare massive Dachreling – als Crossover einzuordnen ist.

Nicht nur das: Er suggeriert mit seiner Bodenfreiheit von 20 Zentimetern nicht bloß Abenteuerlust, sondern auch Tauglichkeit für groben Untergrund. Was jedoch im Falle des nach wie vor Frontgetriebenen nicht einmal ansatzweise mit einem Versprechen auf eine Allradantriebsoption einhergeht. Dafür bleibt das Gewicht mit knapp mehr als 1.200 Kilogramm in recht moderatem Rahmen.

„Der neue Jogger ist unter den Fami-lienfahrzeugen so etwas wie ein Schweizermesser auf Rädern …“ Karin Kirchner, Pressesprecherin Dacia Österreich

Dafür ist der Dauerläufer mit 4,55 Metern Länge, 1,87 Metern Breite (mit ausgeklappten Spiegeln) und 1,63 Metern Höhe bei einem Radstand von 2,7 Metern auf Praktikabilität und Innenraumvariablität getrimmt. Die Sitzreihen sind jeweils mit Einzelsesseln bestückt. Im Fond sind sie längs verschieb- und klappbar. In der siebensitzigen Version kann man die Einzelmöbel entweder falten oder mit ein paar Handgriffen ausbauen. Das Laderaumvolumen liegt bei einem Minimum von 160 Litern – und kann ein Maximum von 1.819 Litern erreichen. Bei Fünfsitzigkeit startet das Kofferabteil bei 708 Litern. Die Möblierung ist komfortabler und weniger spartanisch als bisher, der Fahrersitz kann individuell justiert werden, das Volant in Höhe und Reichweite.

Auf Effizienz getrimmt ist das Starttriebwerk, ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 110 PS in Kombination mit einem manuellen Sechs-Gang-Getriebe. Ein Diesel ist nicht geplant. Dafür ist ein Vollhybridantrieb mit 140 PS Systemleistung angekündigt (ab 2023), der stammt von Renault und ist aus mehreren Modellen bekannt.

Zeitgemäße Konnektivitätstechnik ist an Bord des neuen Dauerläufers. Das Einstiegsoffert basiert auf einem 3,5-Zoll-TFT-Display mit Smartphone-Integration. Gegen Aufpreis kann man zwischen zwei verschiedenen Multimediasystemen, jeweils mit Acht-Zoll-Display, wählen. Addieren kann man eine Reihe von Komfort-Features. Sicherheitstechnisch ist neben Notbremsassistent und Tempomat unter anderem ein Toter-Winkel-Warner möglich. Einparkhilfe und Rückfahrkamera sind verfügbar.