Der Hyundai i10 ist einfach erwachsen. Hyundai | Mit dem i10 haben die Koreaner viel vor: Er tritt gegen Adam, up! & Co. an. Wir sahen uns den „Kleinen“ näher an.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 07. April 2014 (10:30)
NOEN, Hyundai
Wie frisch und komplett 3,7-Meter-Autos sein können ... Der i10 wurde in der Opel-Stadt Rüsselsheim entworfen, die Produktion findet in der Türkei statt.
Von Thomas Vogelleitner

Das Fazit diesmal gleich am Anfang: Erfolg programmiert – der i10 (zweite Generation) ist alles andere als ein Ladenhüter! Hyundais Kleinster ist erwachsen geworden. Eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Adam, up! & Co.!

Ein Auto für Stadt und Umgebung

Der 3,7 Meter lange Fünftürer (übrigens kein Dreitürer im Programm) fährt sich angenehm erwachsen. Das Fahrwerk präsentiert sich gutmütig – die Federung hält auch größeren Schlägen stand. Vorbildlich auch die Geräuschdämmung – selbst mit dem Basisdreizylinder mit 68 PS wird der i10 nie zum schreienden Rumpelstilzchen.

Der 1,0-Liter reicht im Prinzip für das Haupteinsatzgebiet (Stadt plus Umgebung) – man muss allerdings ein bisschen mehr schalten, was mit dem fünfgängigen Schaltgetriebe aber überhaupt kein Problem darstellt. Apropos Stadt: Natürlich besitzt der i10 aufgrund seiner Größe die Lizenz zum Einparken. Optional gibt es zudem eine akustische Einparkhilfe für hinten, die eine Spur zu knapp eingestellt ist.

Lenkrad-Heizung als optionales Feature

Zurück zum Erwachsensein. Zwei Erwachsene können bequem nebeneinander sitzen – auf recht bequemen Vordersitzen. Viel erstaunlicher aber ist der Knieraum im Fond, hier können selbst Gäste bis 1,85 Meter lässig lümmeln. Da kann man nur sagen: Respekt! Der Hyundai hat ein mehr als gutes Raumgebot.

Man fühlt sich im Wagen auch wohl. Das Cockpit als schnöde Plastikwüste – das gehört der Vergangenheit an. Materialien und Verarbeitung wirken hochwertig, ausgereift. Das Cockpit ist dabei farblich immer mit der Karosseriefarbe abgestimmt. Auch nicht schlecht: Optional gibt es sogar eine Lenkrad-Heizung! Sechs Airbags, vier Scheibenbremsen sowie eine Alarmanlage (!) waren bei unserem Testwagen serienmäßig. Einfach erwachsen.
 

Im NÖN-Test Hyundai i10 1.0 Comfort

Karosserie: 
Fünf Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 3.665 x 1.660 x 1.500 Millimeter, Radstand 2.385 Millimeter, Wendekreis 9,56 Meter, Eigengewicht 1.008 Kilogramm, Kofferraumvolumen 252 bis 1.046 Liter.

Motor: Benziner, drei Zylinder, 998 Kubikzentimeter, 66 PS, 95 Newtonmeter, Höchstgeschwindigkeit 155 km/h, in 11,1 Sekunden auf Tempo 100, 4,0 Liter Super 95 pro 100 Kilometer, 108 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung: Frontantrieb, Schaltgetriebe (fünf Gänge).

Preis & Ausstattung: Ab 10.990 €, der günstigste i10 (1.0 Life) kostet 9.490 €. Serienmäßig: sechs Airbags, elektronisches Stabilitätsprogramm, ABS, Tempomat mit Speedlimiter, Reifendruckkontrolle, Alarmanlage, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elek-trische Fensterheber, Klimaanlage, Audiosystem, USB/iPod-Anschluss. Extras: Media-Paket (Bluetooth) 250 €, Winter-Paket (Sitzheizung vorne, Lenkrad beheizbar) 300 €, Comfort-Paket (Einparkhilfe hinten) 500 €.

Plus & Minus:
+ Erwachsener und sympathischer und selbstbewusster Auftritt
+ Gutes Raumangebot (Erwachsene hinter Erwachsene)
+ Umfangreiche Ausstattung
– Lenkung eine Spur zu leichtgängig
– Lenkrad nur in der Höhe verstellbar
+/– Zweckmäßig motorisiert – nicht schlecht, aber auch nicht aufregend