Erstellt am 05. Juni 2018, 01:08

Peugeot 308 1.6 THP 270 S&S GTi (by Peugeot Sport). Ein hübscher, braver Kompakter ist Peugeots 308. Steht aber GTi am Blech, dann hat er Hummeln im Hintern. Und gleich zwei Tarnfarben im Fell – zur Verwirrung.

„Coupe Franche“ nennen die Franzosen das Fell ihres Top-308er. Der kommt im Rückspiegel blau, zwei Sekunden später, nach dem Vorbeirauschen, schwarz daher. Und das kleine i, beim GTi, ist natürlich Racing Red …  |  NOEN, Peugeot

„Der war doch gestern noch blau“, sagt die Mutter. „Und heute ist er schwarz?“, fragt der Vater. „Tarnen und täuschen“, meint die Tochter … Weil: Der Löwe, der da gerade auf Besuch ist, ist ein ganz Gewiefter. Oder: ein ganz Bunter. Auf der Nase: Magnetic Blau. Am Hintern: Perla Nera Schwarz. Und unter dem Blech: Sport, Sport, Sport. Schließlich steht nicht umsonst GTi auf der Hüfte, des schnellsten Löwen unter den Kompakten. 270 Pferdchen dürfen da bei 1,2 Tonnen Lebendgewicht unter der Haube galoppieren. Und das tun sie auch so wild, dass man die Zügel schon mal kräftig anziehen muss, bevor er sich verselbstständigt, der Tacho.

Brüllen kann er natürlich auch, der Löwe – und wie! Und wer ihn doch einmal im Stehen sieht (beim Luftholen, vor dem nächsten Sprung), dem winken die verchromten Doppelrohre hinten und dem zwinkern die knallroten Bremssättel zwischen den 19-Zöllern zu. Hat sie gut verbaut, die Peugeot-Sportabteilung: das Torsen-Sperrdifferen-
zial und die Schalensitze innen. Auch fein: Assistenten en masse und von vorne bis hinten.

Ach ja, Platz für Mutter, Vater, Kind und Kegel hat er auch noch, der Löwe. Nur: Ohne Anschnallen (und anhalten) geht es gar nicht!

Die Bezeichnung GTi sah man ünrigens das erste Mal beim Einspritzer-Maserati 3500 von 1961, bei Peugeot feierte sie 1984 mit dem 205 Premiere.