Erstellt am 18. September 2018, 00:43

von Thomas Vogelleitner

Erstmals mit Frontantrieb. Leben ist Veränderung … Der Cherokee ist kein Offroader mehr (auch wenn er, wie gehabt, im Gelände top ist), sondern ein SUV. Und es gibt ihn nicht nur als Allradler!

Der Cherokee (hier das neue Modell) macht innerhalb der Jeep-Modellpalette einen der größten Volumenanteile aus. Und schließt jetzt die Erneuerung, das Update, der aktuellen Modellfamilie ab. Fahreindruckonroad? Er zeigtauf Asphalt deutlich feinere Manieren als bisher, die Federung bügelt Löchriges polterfrei aus, der Aufbau neigt kaum zum Verneigen, die Lenkung passt auch für befestigten Untergrund.  |  Jeep

Gutes Auto, aber die Optik … Nach vier Jahren am Markt spendiert Jeep dem Cherokee (fünfte Generation) ein gezieltes Facelift. So wurde die umstrittene Front entschärft und wieder durch eine massenkompatiblere Optik ersetzt. Entscheidende Komponenten wie die Frontschürze, der Kühlergrill (mit den charakteristischen sieben Öffnungen), die Motorhaube oder die Hauptscheinwerfer (man denke nur an die Schlitzaugen des Vorgängers; die neuen, größeren Scheinwerfer bringen Ruhe und Normalität in die Formensprache) erfuhren ein wesentliches Restyling. Nun fügt sich der Indianer wieder besser in das aktuelle Jeep-Marken-
design ein.

Auch innen hat sich einiges getan. Man erkennt sofort die verfeinerten Details – wie zum Beispiel die Blenden in elegantem, schwarzem Pianolack und satiniertem Chromdesign im Bereich des Infotainmentsystems, um die Lüftungsdüsen und um den Schalthebel. Neu: das Uconnect-System der vierten Generation (inklusive Apple CarPlay und Android Auto) – serienmäßig sind hier TomTom-Navigation und Offroad-Seiten, auf denen der Bildschirm über verschiedene 4x4-Daten wie Steigung oder Gefälle informiert.

Allradsystem wurden verbessert

Wobei (eingefleischte Cherokee-Fans halten sich jetzt bitte fest): Das neue Modell wird erstmals auch mit Frontantrieb zu haben zu sein! Das ist kein Scherz! Die drei erhältlichen Allradsysteme (Active Drive I, Active Drive II, Active Drive Lock – alle mit spritsparender Hinterachs-/Kardanwellen-Entkopplung) wurden weiter verbessert, um unter nahezu allen Wetterbedingungen souveräne 4x4-Eigenschaften zu bieten. Der Ordnung halber: Bodenfreiheit 208 Millimeter, Wattiefe 482,6 Millimeter (bei 8 km/h). Wir haben den Mittelklasse- SUV (nix mehr Geländewagen) auf Sizilien auch abseits der asphaltierten Straße getestet – und sind begeistert! Wer auch im schweren Terrain legendäre Jeep-4x4-Kompetenz erwartet, wird nicht enttäuscht sein. Und sorry, dass wir uns im Gelände verfahren und so für Chaos gesorgt haben …

Motorisch startet der 4,62 Meter lange und 1,86 Meter breite Fünftürer und -sitzer (Kofferraum stolze 570 Liter) mit einem (neuen) 195 PS starken 2,2-Liter-Turbodiesel – mit neungängiger Automatik, mit Front- oder Allradantrieb (ab 6,1 Liter pro 100 Kilometer, ab 161 Gramm CO2 pro Kilometer). Der Selbstzünder wird auch mit weniger PS, mit 150, auf den Markt kommen (erstes Quartal 2019). Folgt ebenfalls Anfang des nächsten Jahres: (neuer) 2,0- Liter-Direkteinspritzer-Benziner mit 270 PS. Alle Motoren erfüllen bereits die Abgasnorm Euro 6d-Temp.