Land Rover bekommt eine transparente Motorhaube. Fix: Der komplett neue Discovery startet 2015. Und es soll in Zukunft eine Discovery-Familie geben. Das heißt: Es werden mehrere Modelle kommen!

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 23. April 2014 (09:00)
NOEN, AutoReporter
Die Vision für ein neues Discovery-Zeitalter: smarter, attraktiver und leistungsfähiger.
New York International Auto Show: Mit dem Discovery Vision Concept gab Land Rover einen ersten Ausblick auf die kurz vor der Serienreife stehende Neuauflage des seit 25 Jahren angebotenen Modells. Selbstredend behält auch der neue Discovery die typische Formensprache des Hauses, das großzügige Raumangebot (Bis-zu-Siebensitzer) und die erhabene Sitzposition.

Vielseitigkeit ohne Kompromisse

Neu sind hingegen die – zumindest in der Studie – gegenläufig öffnenden Türen, auf die B-Säulen wird dabei verzichtet. Kurzer Blick in den Innenraum: Einige Schalter oder Hebel fehlen bei der Studie komplett – beim SUV wird die Funktion zahlreicher Elemente (wie Türen, Blinker, Scheinwerfer oder Bildschirme) ausschließlich mit Gesten gesteuert.

Damit in Zukunft jeder Weg zum Kinderspiel wird, wird der neue Land Rover mit einigen technischen Gustostückerln ausgestattet sein. Motto: Vielseitigkeit ohne Kompromisse! Hier Technik-Highlights der gezeigten Studie:

1) „Laser Terrain Scanning“ arbeitet mit Infrarot-Laserstrahlen, die von den Nebelscheinwerfern ausgestrahlt werden. Die Laser scannen ununterbrochen den Untergrund und erzeugen auf dieser Weise eine Reliefkarte, die auf einem Display in der Instrumententafel erscheint. Der Fahrer bekommt dann vom Leitsystem „All Terrain Coach“ Vorschläge für den besten Weg und auch Unterstützung bei der Durchquerung der Passage.

2) „Transparent Bonnet“-Head-Up-Display: Dieses System ermöglicht einen ungehinderten Blick auf den Boden direkt vor und unter dem Fahrzeug. Die unterhalb des Kühlergrills montierten Kameras liefern ihre Bilder auf das in die Windschutzscheibe integrierte Head-Up-Display. Vor allem beim Durchqueren schwieriger Gelandepassagen lässt sich die Bodenansicht auf die Frontscheibe projizieren. Die Motorhaube (englisch: bonnet) wird dadurch praktisch transparent.

3) Mit dem Wasserstandsmesser „Wade Aide“ wird die Tiefe zum Beispiel eines Baches ermittelt, bevor der Wagen überhaupt Kontakt zum Wasser hat. Der Fahrer wird informiert, ob die Durchquerung problemlos möglich ist.

4) Das System „Remote Control Drive“ erlaubt dem Fahrer Manövrieren im Schneckentempo, ohne dass er selbst am Steuer sitzt. Die Fernsteuerung soll sich beim Ankoppeln eines Pferde- oder Bootsanhängers nützlich machen – oder in besonders kniffligen Geländepassagen.