Nicht mit abgelaufener §57a-Plakette ins Ausland reisen

In Österreich haben Autofahrer nach Ablauf des "Pickerls" eine Toleranzfrist von vier Monaten, die fällige Fahrzeugbegutachtung §57a nachzuholen.

Redaktion NÖN.at Erstellt am 28. Juli 2021 | 14:21
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Foto: Aleksandar Mijatovic/Shutterstock.com

Im Ausland kennt man solche Regelungen z. T. nicht: "Vor allem an der italienischen, ungarischen oder slowenischen Grenze kommt es immer wieder zu Problemen – die Konsequenzen reichen von Geldstrafen über Beschlagnahmung der Kennzeichen bis zur Verweigerung der Einreise", berichtet ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. "Und das, obwohl die dortigen Behörden dazu nicht befugt sind." Denn grundsätzlich unterliegen die periodischen Überprüfungen zur "technischen Fahrzeugüberwachung" dem Recht des Landes, in dem das Auto zugelassen ist.

Der Mobilitätsclub hat bereits vor Jahren das österreichische Verkehrsministerium ersucht, die ausländischen Ministerien auf die rechtswidrige Vorgangsweise ihrer Behörden hinzuweisen. "Vor allem seitens der ungarischen, italienischen und kroatischen Ministerien wird versichert, dass es entsprechende Dienstanweisungen an die Exekutive gibt. Aus Rückmeldungen unserer Mitglieder wissen wir allerdings, dass es in der Praxis trotzdem zu Schwierigkeiten führen kann", berichtet die ÖAMTC-Expertin. "Vorbeugen kann man dem nur, indem man eine fällige Begutachtung rechtzeitig vor Antritt der Urlaubsfahrt nachholt", empfiehlt die Juristin und fügt hinzu: "Die Toleranzfrist gibt es auch in die andere Richtung: Bereits ein Monat vor dem eigentlichen Fälligkeitsdatum ist eine Prüfung möglich."

Sollte es Probleme im Ausland geben, können sich Mitglieder rund um die Uhr an die ÖAMTC-Nothilfe unter +43 (0)1 25 120 00 wenden – dort wird der Kontakt zu einem Club-Juristen hergestellt. Eine §57a-"Pickerl"-Begutachtung lässt sich an allen ÖAMTC-Stützpunkten (mit technischem Dienst) österreichweit durchführen  – Termine unter www.oeamtc.at/termine.