Eine gezielte Überarbeitung. Nicht generalüberholt, aber dezent herausgeputzt fährt Renaults Kadjar in den Frühlingswald. Und bringt nicht nur Waldmeister mit.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 21. Mai 2019 (02:36)
Renault
Feines Lächeln, stille Größe: Renaults gelifteter Kadjar. Dieses „Dezir Rot“ steht ihm nicht schlecht, nur zur Black Edition passt natürlich besser „Black Pearl“ (die Farbe, nicht das Schiff).

Zum Blumenpflücken ist er fast zu schade. Wobei: So ein Bund Maienkraut (oder: Waldmeister) steht selbst einem Abenteurer gut. Und unter denen ist Renaults kompakter SUV mit dem fantasievollen Namen, der ein bisschen nach Nomaden klingt, ohnehin einer von der schöngeistigen Sorte.

Soll heißen: Die grobe Beplankung überlässt der Qashqai-Zwilling gerne der Konkurrenz. Die Ecken und die Kanten auch. Dafür gibt es Allrad (für den 150-PS-Diesel), ganz variabel. Dafür gibt es ein Doppelkupplungsgetriebe, das nicht nur „efficient“ heißt, sondern auch ganz unaufgeregt und ganz flott schaltet. Dafür gibt es auch eine rassige Sonderedition, die zwar ein bisschen gefährlich heißt (nämlich: Black, so wie: Black Panther), im Fahralltag aber vor allem unaufdringlichen Luxus versprüht – was nicht nur am Alcantara und an der Heizung unter dem Hintern liegt. Sondern auch an den Bose-Boxen, an der Assistenten-Schar, die bei Fuß steht, oder am sprachgesteuerten Sound- und Navigationssystem mit Digitalradio.

Ach ja, und 160 Pferdchen traben da auch noch mit im Frühlingsausflug. Und wiehern nur manchmal leise.