Jaguar I-Pace auf leisen Pfoten. Der I-Pace ist der erste Vollelektriker von Jaguar – und „made in Austria“ (läuft in Graz vom Band)!

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 04. Juni 2019 (02:01)
Jaguar
Mehr als eine europäische Alternative zu Tesla: I-Pace. Schlängelt sich flink durch Kurvenkombinationen.

Zwei Elektromotoren schicken gemeinsam 400 PS und 696 Newtonmeter Drehmoment auf die Reise, aufgeteilt auf beide Achsen. Damit wird der I-Pace zum Allradler, der sich auch im Gelände nicht fürchten muss (500 Millimeter Wattiefe)! Unbefestigte Wege, die man zu Fuß nur schwer bewältigen kann, meistert er mühelos. Einsatzbedingungen, die man ihm im echten Leben wohl kaum zumuten wird. Und onroad?

Dort punktet die emissionsfreie Großkatze mit ihrem tiefen Schwerpunkt und den Fahrwerkkomponenten der sportlich orientierten Modelle F-Type und F-Pace. Wer die Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausreizt (wo natürlich erlaubt), wird die angegebene Reichweite von 480 Kilometern nicht einmal ansatzweise erreichen. An der Ladesäule (100 Kilowattstunden Gleichstrom vorausgesetzt) sind in 40 Minuten 80 Prozent Batteriekapazität nachgeladen.

Das Karosseriedesign zeigt hinter dem Familiengesicht einen unverwechselbaren Wagenkörper und ist stromlinienförmig (ein- bzw. ausfahrende Türgriffe), ohne beim Einsteigen Verrenkungen zu erzwingen. Im Innenraum merkt man deutlich, dass hier eine erfahrene Autofirma mit großen Schritten auf das Thema Strom zugeht: Wären nicht die extrem starke Motorbremswirkung der Elektromaschinen, die während normaler Fahrbedingungen das Bremspedal überflüssig macht, die großzügigen Platzverhältnisse bei vergleichsweise kompakten Außenabmessungen und die abwesenden Geräusche des Verbrennungsmotors – man würde nicht vermuten, dass hier die Zukunft fährt. Präzise Lenkung, komfortables Fahrwerk, Wohlfühlatmosphäre seh- und spürbar. Jaguar folgt zwar dem Trend zu Touchscreens, lässt aber die Schalter für wichtige Bedienfunktionen bestehen – danke!