Räuber kamen gleich zweimal zur selben Bank. Im Abstand von etwa drei Jahren kam ein und derselbe Räuber gleich zweimal bewaffnet in die Raiba Oberes Triestingtal. Jetzt stand er mit einem seiner Komplizen vor Gericht.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 19. Juni 2019 (15:06)
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Der Mann gab zu, beim ersten Mal am 18. Dezember 2015 mit einem anderen Mittäter die Bank erstmals ausgeraubt zu haben. Er sei kurz nach fünf Uhr, maskiert und mit einer Schreckschusspistole bewaffnet, in das Geldinstitut gekommen. Er habe dann eine Kundin und eine Angestellte bedroht und die Mitarbeiterin so gezwungen, sowohl Kassa als auch Tresor zu öffnen. Nach der Tat hat der Angeklagte beide Frauen in den Tresorraum gesperrt und ist per Rad mit einer Beute von 191.560 Euro geflohen.

LPD NÖ

Ähnliches spielte sich dann am 23. November 2018 nochmals ab. Diesmal waren zwei Angestellte in der Bank. Wieder kam der Täter maskiert und mit Schreckschusspistole an und wieder sperrte er die Mitarbeiter nach dem Überfall in den Tresorraum. Danach floh er mit 66.414 Euro per Rad und zu Fuß durch den Wald. Diesmal allerdings hatte er zwei Geldbündel mit GPS-Sender mitgenommen, was es den Einsatzkräften möglich machte, ihn auszuforschen.

Die beiden Angeklagten, 40 und 46 Jahre alt, aus Rumänien bekannten sich schuldig und nannten Geldprobleme als Grund für die Taten. Der 46jährige zweifache Räuber gab an, dass er bei einem Privatmann Schulden gemacht hätte, der „10 Prozent Zinsen pro Monat wollte“. Er habe das Geld für Operationen und eine Therapie seiner Mutter gebraucht.  Sein Mittäter beim zweiten Überfall hatte nur als Chauffeur fungiert.

Die Urteile für die beiden in Deutschland mehrfach vorbestraften Männer: Fünf Jahre für den Chauffeur und 15 Jahre für den Räuber.