Neue künstlerische Leitung gesucht. Für das Arnulf Rainer Museum in Baden wird eine neue künstlerische Leitung gesucht. Mit Jahresbeginn hat die NÖ Kulturwirtschaft (NÖKU) die Mehrheit übernommen. Ziel seien der Ausbau der internationalen Positionierung und Synergien mit anderen monografischen Museen, sagte NÖKU-Geschäftsführer Paul Gessl, der gemeinsam mit Landesgalerie-Geschäftsführer Stefan Mitterer interimistischer Leiter ist.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 22. Januar 2019 (12:00)
Wolfgang Thaler
Arnulf Rainer Museum

Heuer am 8. Dezember feiert der in Baden geborene Rainer seinen 90. Geburtstag. Die NÖKU hat per 1. Jänner 74 Prozent der Anteile an der bestehenden Betriebsgesellschaft übernommen. Die restlichen 26 Prozent hält die bisherige Alleineigentümerin, die Stadt Baden.

Gleichzeitig kam es zu einem Wechsel in der Geschäftsführung: Rüdiger Andorfer ist mit Ende 2018 nach sechs Jahren in der Führungsfunktion einvernehmlich ausgeschieden, er hatte sowohl die künstlerische als auch die kaufmännische Leitung inne. Interimistisch übt Gessl nun die operative Geschäftsführung aus, Mitterer die kaufmännische.

Derzeit läuft die Suche nach einer neuen künstlerischen Leitung, dazu führe er Gespräche, bestätigte Gessl auf Anfrage entsprechende Medienberichte. "Ich bin bemüht, diese Position in engster Abstimmung mit der Familie Rainer zu besetzen", sagte er am Dienstag zur APA. Die Position unterliege nicht dem Bundesvergabegesetz und müsse daher nicht ausgeschrieben werden. Die aktuelle Ausstellung "Donald Judd - Arnulf Rainer - Sarah Pichlkostner - Saskia Noor van Imhoff. Kanten Winkel Linien Kurven" ist bis 26. Mai zu sehen.

"Die budgetäre Situation ist unverändert", sagte Gessl. Vom Land kommen jährlich 557.000 Euro, von der Stadt 195.000 Euro.