Kellnerin bediente sich an Trinkgeld. 4.000 Euro wurden innerhalb von zwei Jahren durch die Service-Mitarbeiterin entwendet. Schulden seien der Grund.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 26. April 2019 (07:42)
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Die Seniorenresidenz in Bad Vöslau ist auch ein Hotel.

Zwei Versuche, die Angelegenheit mittels Diversion ohne Vorstrafe für die Angeklagte zu regeln, wurden nicht genützt. Nun stand die 26-Jährige aus dem Kosovo vor Gericht.

Sie gab zu, sich 2015 und 2016 mehrmals aus der gemeinsamen Trinkgeldkasse des Hotels der Seniorenresidenz, wo sie im Service arbeitete, bedient zu haben. Rund 4.000 Euro dürfte die junge Frau auf diesem Weg erbeutet haben.

Ihre Vorgesetzte berichtete im Gerichtssaal: „Erst dachten wir, dass die Trinkgelder eben weniger geworden sind. Dann habe ich angefangen, alle Abrechnungen nochmals selbst zu kontrollieren und habe zusätzliches Geld in die Trinkgeldkassa gegeben. Als das am nächsten Tag weg war, brauchte nur mehr kontrolliert zu werden, wer Dienst gehabt hatte“. Die Angeklagte gab als Erklärung an, dass sie beträchtliche Schulden hat und auch zu dieser Zeit schon gehabt hatte.

„Habe mir im Internet Blödsinn gekauft“

„Die Schulden wurden immer mehr, auf Mahnungen habe ich nicht reagiert und dann kamen die ersten Exekutionen“, sagte sie vor Gericht. Was sie denn mit dem Geld gemacht habe: „Ich habe mir wieder im Internet Blödsinn gekauft und auch ein paar Schulden bezahlt“.

Sie wurde - nicht rechtskräftig – zu sechs Monaten bedingt verurteilt. Außerdem muss sie die gestohlenen 4.000 Euro Trinkgelder an ihre Ex-Kollegen der Residenz zurückzahlen.