Badener ist der Zivildiener des Jahres. Leo Praschek ist Niederösterreichs „Zivildiener des Jahres“. Gratulation von Staatssekretärin, Caritas und Gemeinde.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 19. April 2019 (04:35)
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Wohnbereichsleiterin Veronika Mader, Hausleiterin Judith Kurz, Matthias Steinklammer (Geschäftsführer Casa), VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek, Staatssekretärin Karoline Edtstadler, Hausbewohner Elfriede & Herbert Kasal, dahinter Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner und VP-Nationalratsabgeordnete Carmen Jeitler-Cincelli freuen sich über die Auszeichnung von Leo Praschek als Niederösterreichs Zivildiener des Jahres 2018. Gleichzeitig wurde Herbert Casals 88. Geburtstag gefeiert.

Der Badener Leo Praschek geht am 10. Mai ins Rennen als „Zivildiener des Jahres 2018“-Bundessieger. Eine Expertenjury kürte ihn zum Landessieger für Niederösterreich. Der 20-jährige leistete von Juli 2017 bis März 2018 seinen Zivildienst im Caritas Haus Baden.

Andreas Fussi
Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, gratulierte Preisträger Leo Praschek und lud ihn zum Festakt am 10. Mai nach WIen mit Bekanntgabe des Bundessiegers ein.

Als Zivildiener im Caritas Haus Baden hat Praschek eine besondere Beziehung zu den Bewohnern aufgebaut. Besonders ins Herz schlossen ihn Elfriede und Herbert Casal, die in ihm einen Urenkel sehen. Als großer Vespa-Fan kam er schnell mit Herbert Casal ins Gespräch, der 1957 bis 1967 der 1. Präsident des Vespa Clubs Österreich war.

Praschek hat sich intensiv mit dem Leben der älteren Frauen und Männer beschäftigt. In vielen Gesprächen hat er ihre Biografien erfahren. Daraufhin hatte der junge Badener die Idee, individuelle Geburtstagskarten für jeden Bewohner anzufertigen. Diese hat er mit persönlichen Sprüchen dann übergeben. Dabei achtete er darauf, dass die Lieblingsthemen und Hobbies der Bewohner passend abgebildet waren.

„An Orten wie dem Seniorenwohnhaus Haus Baden wird deutlich, welch großartige Arbeit Zivildiener leisten. Sie unterstützen und begleiten alte Menschen in den Pflegewohnhäusern. Und sie helfen Menschen mit Behinderungen, ihren Alltag zu meistern. Zivildiener sind so wie Hilfsorganisationen ein wichtiger Ausdruck von lebendiger Zivilgesellschaft. Darüber hinaus sind sie wichtige Brückenbauer“, betont Klaus Schwertner Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien.

Leo Praschek arbeitet im Moment im elterlichen Betrieb als Junior Personalmanager. Im Herbst beginnt er, an der FH Wien Unternehmensführung und Entrepreneurship zu studieren. Beim Stadtmarketing-Magazin „Baden Passion“ ist er zuständig für Technik und Motor. Die Zeit im Caritas-Haus vermisse er sehr. „In den neun Monaten bin ich sehr verwöhnt worden“, lobt er auch die kulinarische Versorgung.