Badener Stadtbäume leiden unter der Trockenheit. Die durch ihre Lebensbedingungen ohnehin gestressten Stadtbäume leiden oft sehr an hohen Temperaturen und langen Trockenperioden, wie sie zuletzt vermehrt aufgetreten sind. Besonders schwer haben es Jungbäume in der Anwuchsphase. Um ihnen das Überleben zu erleichtern, kommen seit dem Vorjahr in Baden spezielle Bewässerungssäcke zum Einsatz.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 18. April 2019 (17:34)

„Diese 75 Liter fassenden Säcke haben den Vorteil, dass eine große Wassermenge vorrätig ist, die jedoch langsam ans Erdreich abgegeben wird. Gleichzeitig deckt der Sack den Boden ab und schützt vor Austrocknung“, informiert Stadtgartendirektor Gerhard Weber. Dem Baum stehe die gesamte Wassermenge kontinuierlich zur Verfügung, ohne Verluste durch ungenutztes Abrinnen oder rasche Verdunstung.

Das Befüllen der Säcke sei einfach. Es müsse nur ein Schlauch durch die Einfüllöffnung gesteckt werden. Durch die längeren Zeitintervalle zwischen den Gießvorgängen wird der Straßenverkehr weniger oft durch den Gießwagen behindert.

Obwohl während Hitzeperioden alle verfügbaren Kapazitäten der Stadtgärtnerei auf das Bewässern des Stadtgrüns gerichtet sind, leiden die jungen Straßenbäume besonders unter der Hitze, auch wenn sie vorwiegend gegossen werden.

Daher bitten die Stadtgärtner wieder um Mithilfe der Bevölkerung: „Helfen Sie den Straßenbäumen über die Trockenphasen und befüllen Sie die Bewässerungssäcke mit Ihrem Gartenschlauch!“, appelliert Weber. „Vorab ein herzliches Dankeschön an alle jene, die die Stadtgärtner beim Erhalt des für unser Kleinklima so wesentlichen Stadtgrüns unterstützen!“