Beethoven Philharmonie präsentiert "Musik vom Herzen". Dirigent Thomas Rösner präsentierte das neue Programm und die neue Ausrichtung der Beethoven Philharmonie.

Von Sandra Sagmeister. Erstellt am 20. April 2019 (04:38)
Sagmeister
Der Pianist Paul Gulda, Bürgermeister Stefan Sziruscek, Philharmonie-Geschäftsführerin Astrid Braunsperger, Sinfonietta und Philharmonie-Gründer Thomas Rösner, die Kunstvermittlerin Esther Planton und Orchester-Förderin Lydia Nemetz nach der Programm-Präsentation, als kleines Dankeschön gab es ein Osterhäschen.

Was die Beethoven Philharmonie in der letzten Saison alles getan hat und was sie in Zukunft tun wird – das präsentierte der Pianist Paul Gulda gemeinsam mit der Kunstvermittlerin Esther Planton und Orchestergründer Thomas Rösner im Casineum im Rahmen eines Künstlergesprächs mit Musik.

Die Beethoven Philharmonie geht viele neue Wege und das zeigt sich nicht nur im neuen Namen, der langsam den alten - Sinfonietta Baden – in den Schatten stellt. An dieser Transformation, von einem Badener Jungorchester zu einem philharmonischen Orchester, zeigt sich, wie sehr sich das Orchester im Laufe seines 22-jährigen Bestehens gewandelt hat: „Als ich die Namensänderung im Kopf hatte, dachte ich nicht an das Beethovenjubiläumsjahr 2020“, gibt Rösner zu. Viel mehr hatte er im Sinn, aus der Sinfonietta Baden ein international beachtetes Orchester zu machen. Er ist sicher: „Wir sind jetzt wirklich an einem Wendepunkt angelangt.“

Der Prozess wurde vor zwei Jahren gestartet und erste Früchte konnten bereits geerntet werden: Die Beethoven Philharmonie gab im Vorjahr unter anderem auf Einladung der UNESCO ein Friedenskonzert für Korea in Paris, dann hatte sie einen Auftritt in Japan und am 1. Mai startet die dreiwöchige China-Tournee mit acht Konzerten.

Erneuerungsprozess startete vor zwei Jahren

Dabei sind 55 Musiker unterwegs: „Das ist eine wirkliche Herausforderung, das zu organisieren. China hat sich geöffnet und ist ein Zukunftsmarkt für uns, die sind ganz verrückt nach unserer klassischen Musik“, weiß Rösner.

Und noch ein Debüt steht heuer an, „wir geben unser erstes Konzert im Konzerthaus in Wien“, freut sich der Philharmonie-Gründer. Und pünktlich im Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 „kommen wir mit einer CD heraus, das ist dann unsere klingende Visitenkarte.“

Trotzdem steht im Beethovenjahr nicht nur Beethoven auf dem Programm des Orchesters, sondern auch zeitgenössische Komponisten werden zu hören sein. Lobende Worte fand auch Paul Gulda, der zwischen den Talk-Runden etwas auf dem Klavier spielte: „Dass Baden so ein hervorragendes Orchester mit einem jungen, frischen Team hat, darauf kann man schon stolz sein und das gehört auch laut gesagt.“

Der Förderverein heißt jetzt Beethoven-Club, eine Jahresmitgliedschaft kostet 75 Euro und kommt zu 100 Prozent dem Orchester zu gute. Was gleich bleibt, sind die Abo-Konzerte im Casino und das Engagement bei der Oper Klosterneuburg „unser Konzertzyklus ist und bleibt unser künstlerischer Mittelpunkt“.

Als Motto gilt ein Beethoven-Zitat: „Es kommt vom Herzen und möge es zu Herzen geben.“

Infos: www.beethovenphilharmonie.at