Betrügerische Telefonanrufe "falscher Polizisten". Ende Juli kam es in der Stadt Baden wieder zu Anrufen vermeintlicher Polizisten, die Fragen zu Wertsachen stellten.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 05. August 2020 (05:33)
Chefinspektor Günther Skrianz rät Betroffenen zu besonderer Aufmerksamkeit und zu einem gesunden Misstrauen.
NOEN, Fussi

Obwohl schon mehrmals veröffentlicht reißen die Betrugsversuche mit „falschen Polizisten“ nicht ab, informiert das Bezirkspolizeikommando Baden. In letzter Zeit komme es aufgrund der guten Informationen aber nur mehr sehr selten zu vollendeten Tathandlungen.

Zuletzt kam es am 28. und 29. Juli in der Stadt Baden zu mehreren Betrugsversuchen. „Unbekannte Täter, die sich fälschlicherweise als Polizisten ausgaben, riefen wieder mal bei fünf älteren Personen in Baden an, um so an Geld und Wertsachen zu kommen“, berichtet Chefinspektor Günther Skrianz, Fachbereichsleiter für den Kriminaldienst.

Alle Anzeiger gaben an, dass sie „von einer männlichen Person mit einer tiefen angenehmen melodischen Stimme, hochdeutsche Aussprache, ohne Akzent in den Abendstunden, angerufen“ worden seien.

„Alle Opfer sind mit ihren Festnetznummern im öffentlichen Telefonbuch eingetragen“, weiß Skrianz. Und alle wurden von der Täterschaft mit folgenden Worten begrüßt: „Guten Tag ich bin von der Kriminalpolizei vom Polizeikommissariat Baden“. Die Opfer wurden in flüssig gesprochenen Sätzen befragt, ob in der letzten Zeit bei ihnen eingebrochen wurde, denn durch die Polizei konnten in Baden Einbrecher festgenommen werden und es sei eine Liste mit Namen vorgefunden worden, auf welchen die Opfernamen standen. Weiteres wurden die Opfer noch in Kenntnis gesetzt, dass die Polizei Baden sich mit ihnen in Verbindung setzte werde, um eventuell das Diebesgut zu besichtigen. „Alle Opfer haben richtig reagiert und haben im Zuge des Telefonats mit der Täterschaft das Gespräch unterbrochen“, sagt Skrianz. Es wurde niemand geschädigt.

Grundsätzlich könne man sich vor falschen Polizisten am besten schützen, „wenn man unbekannten Personen ein gesundes Misstrauen entgegenbringt, vor allem wenn Geld oder Wertsachen gefordert werden“, rät Skrianz.