Badenerin Hasmann stellt ihren ersten Roman vor. Gabriele Hasmanns erster Roman führt in die Psyche einer Frau auf dem Weg zur Selbstheilung.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 04. Juni 2020 (05:01)
Gabriele Hasmann veröffentlichte nach 38 Sachbüchern ihren ersten Frauenroman.
Kunze

38 Sachbücher zu unterschiedlichsten Themen, davon einige Bestseller, hat die Badener Erfolgsautorin Gabriele Hasmann bislang in ihrem Leben veröffentlicht. Ende Mai erschien nun aber ihr erster Roman – „101 Gedanken an Tom“.

„Auch Romane zu schreiben, ist mir seit vielen Jahren ein Anliegen. Ich liebe spannende Geschichten und möchte endlich damit beginnen, auch selbst welche zu erzählen. Meine Lieblingsthemen sind die Liebe und, quasi als Kontrast dazu, blutrünstige, aber intelligente, und rätselhafte Morde“, erklärt sie.

„101 Gedanken an Tom“, erschienen im Luzifer-Verlag (240 Seiten, 13,95 Euro) ist ein schwarzhumoriger Begleiter bei Liebeskummer.
NOEN

„101 Gedanken an Tom“ erschienen im Luzifer Verlag, richtet sich an Frauen, die den etwas anderen Wegweiser bei Liebeskummer bevorzugen und nachvollziehen können, was die Hauptfigur Jule auf ihrem Weg der Selbstheilung durchmacht. „Jule wurde von ihrem Freund Tom verlassen. Seither plagt sie schrecklicher Liebeskummer, der sie zu Selbstmordgedanken und Mordfantasien treibt. In einem Selbstversuch, ihre Gedanken an Tom zu zählen, schafft sie es, einen reinigenden Prozess einzuleiten“, erklärt Hasmann die Geschichte ihres Belletristik-Debuts. „Diese einzelnen Phasen Schritt für Schritt durchzugehen, ist wichtig, um mit einem Kapitel abschließen zu können, alles zu verarbeiten und zu wachsen“, sagt die Autorin. „Wir alle haben so etwas schon einmal durchgemacht“, weiß sie.

„Dieses Buch wollte geschrieben werden“

Befragt über die Motivation zur Entstehung dieses Werkes, antwortet Hasmann: „Das hört sich vielleicht schräg an, aber dieses Buch wollte unbedingt geschrieben werden. Ich bezeichne es als ‚Herzensprojekt‘, hab aber keine Ahnung, wie es zur Entstehung kam. Jedenfalls hat die Geschichte seit Jahren in meinem Kopf existiert, bevor ich sie jetzt zu Papier gebracht habe – einfach, weil es an der Zeit war.“

Auch die Sprache des Buches sei ein wenig „schräg“: teils selbstironisch, teils sarkastisch, manchmal sogar extrem böse. Über alle Momente des Leids, der Wut und des Unverständnisses rette sich die Protagonistin mit schwarzem Humor. „Teilweise seziert die Verfasserin des Werks einzelne Szenen meisterhaft mit dem sprachlichen Skalpell, wie es einst Dorothy Parker tat, von der man sagte, sie besäße eine Zunge wie ein Rasiermesser“, heißt es dazu im Kollegenkreis der Autorin.