Kultur rollt in Baden wieder an. Covid-19 ist trotz der Lockerungen weiterhin präsent. Die Stadt versucht, Veranstaltungen mehr ins Freie zu verlegen. Online-Platz für Kulturinstitutionen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 05. Juni 2020 (05:10)
Kulturstadtrat Michael Capek, selbst Musiker, beim Mozarttempel in Baden. Die Kultur in der Stadt erwacht langsam aus ihrem zwangsweisen Dornrörschenschlaf.
privat

Auch Badens Kulturszene ist infolge von Covid-19 auf Sparflamme gewesen. Mit ‚Baden on Stage‘ hat es aber immerhin eine virtuelle Bühne für junge Badener Kunstschaffende während des Lockdowns der Coronapandemie gegeben. Nun rollt die Kultur in der Stadt aber wieder an. Der Internetpräsenz Badener Kulturinstitutionen wird jetzt auf der Website der Stadt Raum gegeben.

„Wir wollen die Badener Kultur mit den geänderten Rahmenbedingungen nach und nach wieder hochfahren und den neuen Umständen anpassen“, erklärt Kulturstadtrat Michael Capek, ÖVP. Ausstellungen der Bildenden Kunst, die Buchwoche, die Veranstaltungsreihe ‚Schwingungen‘, Stadtführungen, Jazzheurige und einiges mehr sind bereits in Vorbereitung oder finden schon statt.

„Auch die Parks und das Stadtzentrum werden bald wieder Rahmen für Kultur sein“, freut sich VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek auf die Fotoausstellung „La Gacilly-Baden“, die im Juli startet und bis Ende Oktober verlängert wird.

Capek weist darauf hin, dass der Kulturkalender der Stadt noch über 100 Veranstaltungen aufweist, die sich dem Jahresregenten Beethoven widmen.

Die Stadtgemeinde Baden öffnet für ihre Kunstschaffenden und das Publikum die Häuser. Da diese Veranstaltungsorte aus Gründen hygienischer Vorsichtsmaßnahmen lediglich mit einer geringeren Anzahl an Plätzen besetzt werden können, ist geplant, Veranstaltungen vermehrt ins Freie zu verlegen, wie beispielsweise in den Kurpark oder den Doblhoffpark.

Neben den finanziellen Hilfen des Bundes weist Capek auf die Unterstützung des Landes Niederösterreich hin: „Die Landeshauptfrau unterstützt Kulturschaffende durch Kunststipendien mit bis zu 3.000 Euro.“