Aus Überzeugung: Zivildienst statt Fußballspielen. Marco Fischer tauscht sein Dress gegen die Sanitäter-Jacke aus.

Von Dominik Schneidhofer. Erstellt am 02. April 2020 (03:32)
Markus Fischer freut sich schon auf seinen Einsatz für Österreich: Diesmal nicht auf dem grünen Rasen, sondern im Zivildienst.
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Studieren, nebenbei arbeiten und Fußball spielen – der aus Heiligenkreuz stammende Marco Fischer macht das, was viele junge Menschen machen.

Doch als der Coronavirus zuschlug, blieb in Österreich kein Stein auf dem anderen. Das stimmte Fischer nachdenklich. Als Aufrufe kamen, ehemalige Zivildiener mögen sich doch zum freiwilligen Dienst melden, sagte Fischer sofort zu.

„Ich war gern im Zivildienst, hab‘ meine neun Monate im Krankenhaus in Baden verbracht“, erinnert sich Fischer gerne zurück. Und er bekräftigt: „Ich kann etwas tun, das mir Spaß macht und bekomme dafür auch Geld“, streicht der 22-Jährige die Win-win-Situation hervor. „Vor allem für Studenten wie mich ist das eine super Möglichkeit.“

„Ich war gern im Zivildienst, hab‘ meine neun Monate im Krankenhaus in Baden verbracht“

Mit Mittwoch, 1. April, ist Fischer in seine zweite Zivildienst-Ära gestartet. Wo er genau eingesetzt wird, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.

Er ist überzeugt: „Bevor ich drei Monate zuhause herumsitze, kann ich etwas Sinnvolles machen. Es gibt genug alte Leute, die Hilfe brauchen“, ist Fischer die gesellschaftliche Aufgabe, die er durch seinen Einsatz leistet, wichtig. Dann fügt er schmunzelnd hinzu: „Vom Spielen mit der Playstation habe ich jetzt schon genug.“