Pater Amadeus Hörschläger startet in die Pension. Pater Amadeus Hörschläger zieht zum Pensionsantritt Bilanz über sein Leben.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 20. August 2019 (04:25)
Jandrinitsch
Pater Amadeus Hörschläger wird in seiner Wohnung im Pfaffstättner Pfarrhof wohnen bleiben. Bei gesellschaftlichen Ereignissen will er sich weiterhin sehen lassen, die Kirche überlässt er seinem Nachfolger Pater Walter Ludwig.

Pater Amadeus Hörschläger verabschiedet sich mit Ende August endgültig aus dem Amt des Pfarrers, auch in Pfaffstätten. Im NÖN-Gespräch blickt der Ordensmann der Zisterzienser auf sein erfülltes Berufsleben zurück.

NÖN: Pater Amadeus, Sie sind 2016 von Baden als Kaplan nach Pfaffstätten gekommen. Dabei sind Sie damals schon als Pfarrer in Baden in Pension gegangen. Wie kommt es, dass man als Priester zweimal in Pension gehen kann?
Pater Amadeus: Da muss man einiges unterscheiden. Ich bin ja Ordensmann, da gibt es keine Pension. Ich höre sozusagen mit dem aktiven Dienst in der Diözese auf. Mit dem Pensionsantritt verbindet man im Allgemeinen auch Finanzielles. Ich bekomme vom Stift Heiligenkreuz Geld für meinen Lebensunterhalt, ein Taschengeld also, unter Anführungszeichen. Ein Weltpriester, der zu keinem Orden gehört, bekommt natürlich eine Pension bezahlt. In Pfaffstätten habe ich Pater Pio geholfen, der ja auch noch für die Pfarre Trumau verantwortlich ist.

Wie haben Sie den Unterschied zwischen der Badener Stadtpfarre St. Stephan und der Pfarre Pfaffstätten erlebt?
Es ist wirklich faszinierend. Auf der einen Seite der Ortstafel steht Pfaffstätten, auf der anderen Baden, aber trotzdem ist der Unterschied ganz gewaltig. Das eine ist Stadt, das andere Land. In Baden ist die Anonymität viel größer, in Pfaffstätten kennt noch jeder jeden, eine klassische Landpfarre also.

Warum sich Pater Amadeus jetzt als Priester verabschiedet, wie er den Weg in den Orden gefunden hat und was er seinem Nachfolger rät, lest Ihr in der aktuellen Printausgabe der Badener NÖN.