Gemeinde sucht weiterhin nach Arzt. Seit Dezember gibt es für die Bürger von Blumau-Neurißhof keine medizinische Versorgung im Ort. Derzeit kein Mediziner in Sicht.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 17. April 2019 (04:30)
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René Klimes und Gernot Pauer warten in der Ordination auf einen Arzt.

Die 2.000 Einwohner-Gemeinde hat seit dem vergangenen Dezember keinen eigenen Arzt mehr. Und das, obwohl die Kassenplanstelle seit Monaten ausgeschrieben ist. Bürgermeister Gernot Pauer, Bürgerliste PUL, berichtet: „30 Jahre lang betrieb Erwin Reichstorfer seine Ordination, bevor er im Dezember in den wohlverdienten Ruhestand ging. Seither versuchen wir, einen Nachfolger für ihn zu finden, jedoch ohne Erfolg.“

Gemeinde verzichtet ein Jahr auf die Miete

Seit mehreren Monaten steht die teilweise eingerichtete und hundert Quadratmeter große, barrierefreie Ordination, direkt neben dem Gemeindeamt, leer. „Die Planstelle wurde bereits mehrfach ausgeschrieben. Ich schrieb auch bereits alle praktischen Ärzte im Bezirk an, ob sie die Ordination als Zweigstelle oder auch nur vorübergehend für einige Tage in der Woche übernehmen könnten. Die Gemeinde würde auch ein Jahr lang auf die Miete verzichten, doch bisher ohne Erfolg“, schildert Pauer weiter.

Es gäbe hier viele ältere Bürger, die nur sehr eingeschränkt mobil sind und auch die Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr sei nicht gerade ausgezeichnet. Dazu meint PUL-Vize René Klimes: „Daher wäre es für die Lebensqualität unserer Bürger sehr wichtig, wieder einen eigenen Arzt zu haben.“

Doch derzeit zeichnet sich, wie auch in vielen anderen niederösterreichischen Gemeinden, keine Lösung ab. In Blumau-Neurißhof hofft man dennoch auf einen praktischen Arzt.