Ebreichsdorf

Erstellt am 18. Mai 2018, 04:17

von Thomas Lenger

Aufregung um FPÖ. FP-Stadtrat wirft der Ebreichsdorfer SPÖ die Bevorzugung von Asylbewerbern vor. „Alles nicht wahr“, kontert der Ortschef.

Markus Gubik (li.)startete einen Angriff gegen die Ebreichsdorfer SPÖ, weil sie angeblich Asylwerber bevorzuge. Wolfgang Kocevar (re.) kontert den Angriffen des FP-Stadtrates.  |  Thomas Lenger

Eine Aussendung von FP-Stadtrat Markus Gubik sorgt in der Stadtgemeinde und den sozialen Netzwerken für gehörige Aufregung.

„Unter dem Deckmantel der Integration veranstaltet die Stadtgemeinde Ebreichsdorf jedes Jahr einen ganztägigen Ausflug mit einem Schiff. Asylanten reisen, ohne einen Cent zu bezahlen. Alle anderen Bürger müssen zwischen 20 und 28 Euro auf den Tisch legen“, so Gubik über einen Beschluss Anfang Mai im Stadtrat.

„Es gibt aber leider auch viele Österreicher in unseren vier Ortsteilen, die gerne einen Tag Urlaub auf einem Schiff machen würden, sich das aber nicht leisten können. Genau diese Personen würde ich fördern“, so Gubik in seiner Aussendung, die damit den Vorwurf erhebt, die SPÖ würde Asylwerber bevorzugen.

„Wieder einmal eine bewusste Falschmeldung der FPÖ“, kontert Bürgermeister Wolfgang Kocevar (SPÖ) via Facebook auf der Seite des FP-Stadtrates. „Nix als diffamieren, Neid schüren, Menschen auseinanderdividieren. Alle Teilnehmer zahlen das Gleiche. Lediglich die 12 Kinder des SOS Kinderdorfes werden von der Gemeinde eingeladen.“

Markus Gubik sei noch nie selbst dabeigewesen und urteile über einen der erfolgreichsten Ausflüge der Gemeinde. „Einfach nur traurig. Politik am Rücken der Menschen, statt für die Menschen“, so der Bürgermeister in seiner Stellungnahme.