Gemeinderat segnet Masterplan ab. Das neue Ebreichsdorfer Verkehrskonzept fand im Gemeinderat einstimmige Mehrheit. Kernstück ist Nordumfahrung.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 15. November 2019 (06:06)
Wolfgang Kocevar und Engelbert Hörhan freuen sich über Durchbruch beim Thema „Verkehr“ in Ebreichsdorf.
Stadtgemeinde Ebreichsdorf

In einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag von SPÖ und ÖVP forderten diese die Erstellung eines „Masterplanes“, der eine abgestimmte Gestaltung der Hauptachsen in der Stadtgemeinde mit den Ortsteilen Weigelsdorf und Unterwaltersdorf vorsieht.

„Ziel ist ein einheitliches und zusammenhängendes Layout der Straßengestaltung unter Berücksichtigung der Klimaziele sowie eines multimodalen Verkehrskonzeptes“, sagte Bürgermeister Wolfgang Kocevar (SPÖ). „Dafür stellen wir Budgetmittel in der Höhe von 20.000 Euro im Voranschlag für das kommende Jahr bereit.“

Laut Kocevar solle dieser Masterplan bei künftig zu berücksichtigenden Verkehrsaufkommen auch auf die Zufahrt zum neuen Bahnhof und der Umfahrungsstraße Nord, abgestimmt sein.

Einstimmige Präferenz für Nordumfahrung

Gleichzeitig bekannte sich der Gemeinderat einstimmig zu einer Umfahrungsstraße Nord, wie sie derzeit von Land Niederösterreich präferiert wird. Die Ausführung soll in einem Zug auf der Gesamtlänge von der B16 bei Ebreichsdorf bis zur Umfahrung in Unterwaltersdorf bis hin zur Brodersdorfer Straße durchgeführt werden.

Die Anbindung des neuen Bahnhofes Ebreichsdorf mit einer Verbindung zwischen Bahnstraße und Umfahrungsstraße, in Richtung Norden, soll seitens des Landes geprüft und, wenn genehmigungsfähig, als Erschließungsstraße mitgeplant werden.

Notwendig geworden war der Beschluss auch deshalb, da das Land Niederösterreich bei einer kürzlich stattgefunden Besprechung klar formuliert hatte, dass man erst dann in weitere Planungsgespräche eintrete, wenn seitens der Gemeinde ein klares Bekenntnis zur Umfahrungsstraße vorliege. Wie es heißt, sei eine andere Variante, als die derzeit bekannte, für das Land nicht sinnvoll und werde daher auch nicht unterstützt.