Petition für Öffnung von Bahnübergang in Schönau. ÖVP-Bundesrat Preineder kämpft gegen die Schließung eines Eisenbahnüberganges.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 22. Mai 2021 (03:03)
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Vertreter der betroffenen Liegenschaftsbesitzer Rudolf Schneller, Bundesrat Martin Preineder und Bauernbund-Obmann Erich Pöltl bei der Vor-Ort-Besichtigung der gesperrten Brücke.
privat, privat

Wie die NÖN berichtete, wurde schon im Sommer 2019 ein Bahnübergang für Fahrzeuge, welcher vorwiegend von Landwirten der Region benutzt wurde, geschlossen. Das hatte bereits damals für Aufregung gesorgt und die ÖBB argumentierten mit der Baufälligkeit des Überganges und orteten Gefahr im Verzug.

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Martin Preineder übergibt die Petition an Bundesratspräsident Christian Buchmann.
NOEN

Seither ist der Übergang nur mehr für Fußgänger und Radfahrer benutzbar, die Landwirte müssen einen bis zu acht Kilometer weiten Umweg nehmen, um zu ihren Liegenschaften auf der anderen Seite der Südbahn zu kommen. „Daraus ergeben sich jährliche Umwege von hunderten, wenn nicht tausenden Kilometern“, erklärt Bundesrat Martin Preineder, ÖVP, in einer Aussendung. „Mit der Schließung dieser Brücke entstehen unzumutbare Umwege für alle, somit muss eine Ersatzlösung geschaffen werden!“, betont Preineder. Daher will er jetzt mit einer Petition, die er im Bundesrat eingebracht hat, gegen die Schließung des öffentlichen Eisenbahnüberganges kämpfen.

Bürgermeisterin Brigitte Lasinger (SPÖ) verweist darauf, dass derzeit die Eisenbahnbehörde den Fall prüfe. „Dann wird sich entscheiden, wie es weiter geht und ob das Land, der Bund oder die Bezirkshauptmannschaft zuständig ist“, erläutert die Bürgermeisterin. In der Sache selbst hat sich laut Brigitte Lasinger seit 2019 nichts verändert. Die Initiative des Bundesrates Preineder begrüßt die SPÖ-Ortschefin aber.