Badener Pfarre geht online. Die Badener Stadtpfarre St. Stephan hat sich der derzeitigen Lage angepasst. Unterrichtet wird nun online.

Von Simon Weiß. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:45)
Onlineunterricht mit Pfarrer Clemens Abrahamowicz.
privat, privat

Nicht nur sämtliche Schulen mussten ihren Unterricht zwischenzeitlich in die virtuelle Welt verlagern, sondern auch Pfarren. Laut dem Badener Stadtpfarrer Clemens Abrahamowicz funktioniere der Online-Erstkommunionsunterricht passabel: „Wir machen keine Livestreams, sondern zeichnen Videos vorab auf, welche die Kinder zu Hause anschauen und anschließend eifrig Kunstwerke anfertigen, die in weiterer Folge beim Altar ausgestellt werden.“

Dadurch sei eine interaktive Arbeitsmöglichkeit doch möglich gewesen, wenn auch auf einem Minimalweg. Um den Kindern zumindest ein wenig persönliches Beisammensein ermöglichen zu können, hielt Abrahamowicz mit den Einzelgruppen jeweils kleine Messen ab. All das könne den Präsenzunterricht zwar nicht ersetzen, aber der Stadtpfarrer meint dennoch: „Ich habe das Gefühl, dass die Kinder sehr dankbar sind. Sie wissen natürlich, dass alles auch komplett hätte verschoben werden können. Die Erstkommunionskinder und Firmlinge sind also mehr froh als enttäuscht.“

Die 8-jährige Lilith aus Baden ist eine der vielen, die heuer zum ersten Mal das Sakrament der Kommunion empfangen wird. Über den Online-Unterricht schildert sie folgendes: „Seit dem vorigen Herbst gehe ich in den Erstkommunionsunterricht, der ein bisschen anders ist, als ich mir das gedacht habe. Ich bin zwar schon Online-Unterricht gewohnt, aber ich hoffte doch, neue Kinder in echt kennenzulernen. Daraus wurde wegen der Lockdowns nichts.“ Meist erzähle Pfarrer Abrahamowicz in seinen Videos Geschichten über die Bibel, oft würden diese auch zur jeweiligen Jahreszeit passen. Danach würden den Kindern ein paar Fragen gestellt, auch Hausaufgaben in Form der besagten Zeichnungen und Bastelarbeiten gäbe es. „Meine Mama hilft mir dabei oft, fotografiert es und schickt es dann via Mail an den Pfarrer, damit er sieht, dass ich fleißig war!“, so Lilith. 

Für die Firmlinge gab es zwar keine Lernvideos, dafür aber das Angebot kleiner Gottesdienste anstatt klassischer Firmstunden, das auch gut angenommen worden wäre. Auch die Jugendlichen fänden sich in der momentanen Lage zurecht und seien motiviert. Die Festlichkeiten rund um Erstkommunion und Firmung wurden jeweils verschoben und die Gruppen aufgeteilt, es sollen also zwei Messen hintereinander abgehalten werden. Die Erstkommunion werde nun am 6. Juni stattfinden, die Firmung am Pfingstsamstag, 22. Mai. 

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