Stadt Baden setzt auf Kultur

Erstellt am 06. Juli 2022 | 05:01
Lesezeit: 3 Min
Kurpark Baden Auftrifft Dorfer
Bis 7. Juli läuft noch das Programm „Stadt:Kultur“, für das die Agentur HSG Events nun eine Förderung bekommen hat. Das Bild zeigt eine Aufnahme vom Auftritt von Alfred Dorfer zu Beginn des Open-Air Kulturprogramms im Kurpark Baden.
Foto: Alex Felten/HSG Events
Einstimmiger Beschluss zur Förderung dreier Eventreihen. NEOS pochen aber weiter auf „transparentes Förderwesen“.

Kultur auf hohem Niveau ist in Baden eine fixe Größe, Veranstaltungen aller Sparten sorgen für eine lebendige Kulturszene. Der Gemeinderat hat nun drei besondere Events gefördert.

15.000 Euro wurden der HSG Events GmbH zugesprochen, die im Rahmen der bis 7. Juli laufenden Veranstaltungsreihe „Stadt:Kultur“ Stars wie Alfred Dorfer, Thomas Brezina oder Konstantin Wecker nach Baden brachte.

Das Sommerkino des Cinema Paradiso Baden soll in diesem Jahr als Open-Air-Kino am Theaterplatz vom 21. Juli bis 14. August stattfinden. Für diesen ausgeweiteten Zeitrahmen wurde eine einmalige Subvention der Stadtgemeinde Baden in Höhe 20.000 Euro gewährt.

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Gertraud Auinger-Oberzaucher hinterfragt Förderwesen.
Foto: Katharina Schiffl

Und 10.000 Euro wurde als Zuschuss für den internationalen Hollywood Music Workshop genehmigt, der unter anderem am 19. August gemeinsam mit Musical-Star Maya Hakvoort ein Konzert im Festsaal des Congress Centers Baden organisiert. Veranstalter ist der Verein zur Förderung von Filmmusik. Die sieben Filmmusikkurse dauern vom 25. Juli bis 26. August und finden im Badener Saal des Congress Center Baden statt. Dutzende Komponisten und Musiker aus der ganzen Welt kommen nach Baden und sorgen für rund 600 Nächtigungen.

 Stimmen aus der Politik

 „Der Kultursommer in Baden bietet ein abwechslungsreiches Programm. Top-Unterhaltung im Kurpark und in der Stadt machen den Sommer in Baden zum kulturellen Genuss“, freuen sich Bürgermeister Stefan Szirucsek (ÖVP) und Vize Helga Krismer (Grüne) über die Beschlüsse. Auch Grünen-Gemeinderat Christian Dusek sprach von einer „lässigen Geschichte“. Dem pflichtete NEOS-Gemeinderätin Gertraud Auinger-Oberzaucher bei: „Uns ist sehr wichtig, dass Vielfalt in der Kultur gegeben ist.“ Allerdings seien die NEOS gegen eine Art Förderabonnement, da meist immer nur eine bestimmte Eventagentur gefördert werde. „Baden braucht ein transparentes Förderwesen“, untermauerte sie eine alte NEOS-Forderung.

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Carmen Jeitler-Cincelli steht zu den aktuellen Förderungen.
Foto: Sedrick Kollerics

ÖVP-Stadträtin Carmen Jeitler-Cincelli lobte hingegen die erwähnte Agentur, die breit aufgestellt sei. „Wir haben großes Glück, dass die drei Jungs hier aufgewachsen sind!“ Es sei schwierig, solche Agenturen, sonst herzubekommen. Es brauche die Stadt als Kurator und man habe sich eben bewusst entschieden. Jeitler sprach von einer „Win-win-Situation.“ Auch Krismer hob die Wertschöpfung hervor, die durch die geförderten Veranstaltungen verursacht werde.

Seitens der SPÖ betonte Gerlinde Brendinger, nicht auch auf die Operette in Baden zu vergessen, die noch immer das Zugpferd der Stadt sei.

„Ich glaube nicht, dass sie von 15.000 Euro reich werden, hinterfragte ÖVP-Kulturstadtrat Michael Capek. Er lobte das Kulturangebot in Baden, „dass sehr divers ist“.

Stadtchef Szirucsek würdigte das Programm „Stadt:Kultur“, das vor zwei Jaren von „HSG Events“ „aus der Not heraus“ entwickelt worden war und „zum Glück gewachsen“ sei.

Der Beschluss zur Förderung der Sommerkultur in Baden fiel dann einstimmig.

Für Gelächter sorgte Stadtrat Jowi Trenner beim anschließenden Beschluss für die Erneuerung der Rechenanlage bei der Kläranlage. Obwohl es hier um Summen von 600.000 Euro gehe, gebe es keine Wortmeldungen und bei Ausgaben von 15.000 Euro werde lange diskutiert, schmunzelte er.

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