Alland hat jüngsten Schuldirektor im Bezirk. Mit 32 Jahren übernimmt Stefan Petrovitz als jüngster Schulleiter im Bezirk Baden Geschicke der NÖ Mittelschule Alland.

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 24. September 2020 (03:34)
Stefan Petrovitz ist mit seinen erst 32 Jahren in Niederösterreich der drittjüngste Schuldirektor. Seit dem neuen Schuljahr leitet er die Mittelschule Alland.
Pirkfellner

Zur Frage, ob er schon immer Lehrer werden wollte, antwortet Stefan Petrovitz (32), dass dieser Wunsch schon sehr früh vorhanden gewesen wäre. „Ich war in Maria Enzersdorf in meiner Freizeit Pfadfinderleiter und kam dann mit 27 Jahren auf die Idee, dass ich mein Hobby zum Beruf machen könnte.“

Also absolvierte Petrovitz die pädagogische Hochschule in Baden und war danach vier Jahre lang in Brunn am Gebirge in der neuen Mittelschule als Klassenvorstand und Schulleiter-Stellvertreter tätig und machte nebenbei ein berufsbegleitetes Studium ‚Master und Schulmanagement‘“.

Nachdem der engagierte Lehrer mit seiner Verlobten nach Gumpoldskirchen übersiedelt war, wurde er gefragt, ob er Interesse an einer leitenden Position in Alland hätte. „Ich sagte sofort zu und im Juni war es dann fix. Im Laufe des Sommers bereitete ich einiges vor und informierte mich über die Gegebenheiten in der Gemeinde sowie der dortigen Volksschule. Allerdings waren die Planungen wegen der Corona-Unsicherheiten gar nicht so einfach.“

Abstimmung über sämtliche Schultermine

Doch man versuche, unter Berücksichtigung aller Sicherheitsmaßnahmen, soviel wie möglich anzubieten. Es stehe ein großes Angebot an Sport-Berufsorientierung und Landschaftspflege zur Verfügung. „Wir ließen über alle Schulveranstaltungen, Exkursionen sowie mehrtägige Aktionen abstimmen, ob sie überhaupt stattfinden sollen, sofern sie der Gesetzgeber zulässt. Und jetzt arbeiten wir daran, das ‚Distance Learning‘ verbessert für alle Schüler zur Verfügung stellen zu können, falls es zu einem neuerlichen Lockdown kommen sollte.“

Petrovitz sagt, dass er sich in dieser kurzen Zeit schon gut eingelebt hätte und von den Kollegen der Mittelschule sehr herzlich begrüßt worden sei. „Ich konnte auch viele Eltern kennenlernen und fühle mich in Alland sehr familiär aufgenommen. Ein großes Thema ist wie bisher, die Anzahl der Schüler, wir wollen nicht nur die Schülerzahlen halten, sondern künftig auch steigern.“

Das erste Jahr unter seiner Leitung werde ganz im Zeichen einer großen Bestandsaufnahme der Förderkonzepte stehen. „Bei einem solchen Konzept ist es wichtig, nicht nur die Schwächen zu beachten, sondern auch die Stärken zu fördern.“ Ein Schwerpunkt sei die Erneuerung der Schulhomepage. „Mit dem neuen digitalen Auftritt und einem neuen Logo wollen wir die Schule professionell repräsentieren – der erste Eindruck ist dieser Auftritt.“

Wenn sich, laut Petrovitz, all diese Konzepte auf einer guten Ebene befänden, wäre natürlich auch der geplante Schulneubau ein besonders positiver Rahmen für die Weiterentwicklung der Schule.