Funcourt in Pfaffstätten im Videofokus. Vandalismus macht es erforderlich, den öffentlichen Zutritt zur Sportstätte kontrollierter zu gestalten.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 11. Juli 2020 (05:01)
Dieses Hinweisschild macht klar, wie man sich am Pfaffstättner Funcourt zu verhalten hat.
Jandrinitsch

Der Funcourt soll eigentlich eine Sportstätte für Jugendliche sein, die in einem gepflegten Erscheinungsbild auf Benutzerinnen und Benutzer wartet. Doch besonders während der Phase des Lockdowns trafen sich hier Jugendliche, vorwiegend nicht aus Pfaffstätten, die den Platz mit Glasflaschen und sonstigem Unrat bestückten.

„Es wurde nichts weggeräumt, und wenn einmal Glasflaschen herumliegen, dann wird es gefährlich“, meint Gemeinderat Marcus Ebert von der SPÖ. Deshalb schloss sich seine Fraktion auch der Meinung der ÖVP mit Bürgermeister Christoph Kainz an, dass ein Zutrittssystem am Funcourt implementiert wird. Dieses beinhaltet neben einer speziellen Zutrittskarte für die Jugendlichen auch eine Videoüberwachung, ein Punkt, bei dem die Grünen nicht mitkonnten. Gemeinderätin Elisabeth Rigler erklärte: „Wenn es eh eine Karte nur für Pfaffstättner Jugendliche geben soll, mit der diese den Funcourt betreten können, dann halte ich das für absolut ausreichend. Eine Videoüberwachung halten wir Grünen für überzogen, auch aus datenschutzrechtlichen Gründen.“

Ortschef Christoph Kainz, ÖVP, erwiderte: „Wir haben natürlich alle gesetzlichen Bestimmungen bezüglich Datenschutz überprüft. Hier muss sich niemand sorgen.“

Die SPÖ stimmte zwar dem Zutrittssystem zu, bedauert aber, „dass die Chance vertan wurde, generell eine Pfaffstätten-Card einzuführen. So eine Karte gibt es bereits in vielen Gemeinden; sie ermöglicht etwa den Zutritt zum Bauhof und diverse wirtschaftliche Vergünstigungen beim Einkaufen bei regionalen Betrieben.“ Der Funcourt hätte als Pilotprojekt dazu dienen können.