Bad Vöslau unterliegt Hollabrunn im Spitzenspiel-Krimi. Gegen Angstgegner und Spitzenreiter Hollabrunn lagen die Bad Vöslauer lange Zeit voran. Am Ende ging aber auch das dritte Aufeinandertreffen in dieser Saison an den UHC.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 12. April 2021 (10:39)
Augustas Strazdas konnte im Bad Vöslauer Spiel nur in Durchgang eins die Fäden ziehen. Nach einer Roten Karte war für den Routinier noch in Durchgang Nummer eins Schluss.
Usercontent, Malcolm Zottl

Bad Vöslau brauchte einen Sieg im Weinviertel, um an den Top Zwei dranzubleiben. Hollabrunn wollte mit einem Sieg hingegen seine Tabellenführung in der Bonusrunde festigen. Die Gäste erwischten den besseren Start, vor allem Julian Riedner war in den ersten Minuten nicht aufzuhalten, erzielte in zehn Minuten drei Treffer.

Auf der Gegenseite musste Patrick Prokop nach wenigen Minuten mit gerissenen Bändern im Knöchel runter. Hollabrunn nahm ein Timeout, um das Momentum zu drehen. Die Taktik ging auf. Bad Vöslau schwächte sich mit vielen Zwei Minuten-Strafen selbst. Dann musste auch noch Jags-Spielmacher Augustas Strazdas nach einem unnötigen Foul auch noch mit glatt Rot runter. Trotz allem gingen die Jaguare mit einer 13:12-Führung in die Kabinen.

Hollabrunn macht's mit Routine

Die zweite Halbzeit blieb tempoarm und taktisch. Die Hollabrunner agierten aber abgebrühter. Bad Vöslau versuchte im Angriff zu oft über das dichte Zentrum zu kommen, anstatt die Breite im Spiel zu suchen. Hollabrunn zog somit vorbei, verwaltete den kleinen Vorsprung geschickt, bis am Ende - 25:23. "Es ist sehr schade, es wäre mehr drinnen gewesen. Wir haben in einigen Aktionen leider auch unglücklich agiert und uns mit vielen Unterzahlminuten auch selbst bestraft", weiß Riedner, an was es haperte. Damit dürften sich Hollabrunn und Bruck/Trofaiach den ersten Platz ausmachen. Für Bad Vöslau geht es darum, als Dritter in die Play-offs zu gehen. Die erste Chance dazu gibt es am Samstag (19 Uhr), wenn Atzgersdorf in der Thermenhalle zu Gast ist.