„Werden Magdalena Pisarik vermissen“. Fast vier Jahrzehnte (1971-2009) war Oberamtsrätin Professor Magdalena Pisarik Leiterin der Stadtbücherei Baden. Am 9. Jänner ist die langjährige Bibliothekarin verstorben.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 19. Januar 2019 (06:33)
Haslinger
Für ihre Verdienste um das öffentliche Büchereiwesen, für das sie sich auch als stellvertretende Vorsitzende des Österreichischen Büchereiverbandes und als Vorsitzende des NÖ-Landesverbandes Bibliotheken eingesetzte, wurde Magdalena Pisarik 2009 von der damaligen Bundesministerin Claudia Schmied der Berufstitel Professorin verliehen.

Viel Engagement und Begeisterung hat Magdalena Pisarik (70) in ihre Arbeit als Bibliothekarin gelegt. Sie war nicht nur ständig am Lesen, sondern sie bildete sich auch laufend weiter und war so in Fachkreisen als sachkundige Bibliotheksleiterin anerkannt.

Insgesamt arbeitete sie 42 Jahre lang in der seit 1941 bestehenden Bibliothek und hat sie in einem Ausmaß geprägt, das wohl einzigartig ist. Ihre Aufbauarbeit und ihr Verständnis von Aufgaben und Nutzen einer Öffentlichen Bibliothek für die Gesellschaft wirken bis heute und gelten für ihren Nachfolger, Albert Schelling, als Grundlage für seine Arbeit: „Als ihr Nachfolger bin ich dankbar, dass sie bei beschränkten Ressourcen stets Qualität der Quantität vorzog.“ „In führender Position hat sie ihre Erfahrung und ihr Gespür für Innovation zum Wohl des Österreichischen Büchereiwesens eingebracht und dessen Geschicke über Jahrzehnte maßgeblich mitbestimmt.“ Sie war eine Bibliothekarin „mit Leib und Seele, sie hasste Ungerechtigkeiten aller Art und liebte ihre Freunde“, sagt Gerald Leitner, Generalsekretär des Weltverbandes der Bibliotheken, IFLA.

Bücher waren bis zuletzt ihr zweites Ich, „wir werden schmerzlich ihre Ideen und unkonventionelle Art vermissen“, so Leitner.