Baden: Mehrere Schulen an einem Standort geplant. Im Rahmen einer Pressekonferenz mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) wurde heute ein bahnbrechendes Bildungsprojekt vorgestellt. Der neue Bildungs- und Freizeitcampus in Baden soll in Zukunft die Mittelschule Baden, die Höhere Lehranstalt (HLA) für wirtschaftliche Berufe und die Allgemeine Sonderschule sowie eine gemeinsame Sporthalle an einem neuen Standort zwischen Wienerstraße (ehemaliges Landespflegeheim) und Mühlgasse (HAK) zusammenfassen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 16. Januar 2020 (07:40)
Bildungsdirektor Johann Heuras, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Stefan Szirucsek und BIG-Geschäftsführer Wolfgang Gleissner freuen sich gemeinsam über das ehrgeizige Projekt "Bildungs- und Freizeitcampus Baden".
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„Ein Vorzeigemodell“ werde damit geschaffen, zeigte sich die Landeshauptfrau überzeugt. Als wesentliche Vorteile des Projektes strich sie die schulübergreifende Nutzung, die Erleichterung des Übertritts zwischen den Schulen sowie die dadurch entstehenden Synergien in der Ressourcennutzung hervor.

"Der neue Bildungs- und Freizeitcampus erhält neben den Schulen als Kernstück auch eine großzügig angelegte Turn- und Sporthalle. Davon werden Schülerinnen und Schüler, aber auch Badener Vereine profitieren, denen diese Sportanlage als Trainings- und Wettkampfort für die Jugendarbeit zur Verfügung stehen wird. Zudem werden Festsaal und Foyer für Proben und Konzerte unserer Musikschule oder der Badener Stadtmusik zur Verfügung stehen. Weitere Nutzungsmöglichkeiten werden noch geprüft", betonte Badens Bürgermeister Stefan Szirucsek (ÖVP). 

Ergänzt werde der Campus durch die Schaffung von Büroflächen für die Bildungsdirektion sowie Räumlichkeiten für Schulärzte und therapeutische Angebote. „Dieses Projekt hat Vorbildcharakter“ ist auch Bildungsdirektor Johann Heuras überzeugt. Ein wesentlicher Vorteil sei auch, dass die Schüler auf diesem Campus unterschiedliche Bildungseinrichtungen „hautnah kennenlernen“ könnten, hob Heuras hervor.

In Österreich gebe es rund 6.000 Schulen, davon 550 Bundesschulen und davon seien 330 bei der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), informierte deren Geschäftsführer Wolfgang Gleissner. In Baden finde man nun „eine ideale Situation“ für die Errichtung eines derartigen Bildungscampus vor, man könne hier „etwas schaffen, das zukunftsweisend ist“. 

Eine Machbarkeitsstudie sei bereits fertig, nun werde ein Architekturwettbewerb ausgelobt, kündigte der BIG-Geschäftsführer an. Bis zur Fertigstellung des Projektes rechne man mit einem Zeitraum von rund fünf Jahren. Die ersten prognostizierten Kosten gehen von über 60 Millionen Euro Investitionsvolumen aus.

Welche Reaktionen es auf den Bildungscampus gibt und weitere Hintergründe dazu, lest ihr in der kommenden Printausgabe der Badener NÖN sowie im E-Paper: https://www.noen.at/epaper