Rudi Gehrer bewirtet jetzt im „Matchball“. Heurigenwirt bekam Zuschlag für die Pacht des Tennishallenbuffets in Sporthalle. Heurigenbetrieb macht er weiter.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 22. Februar 2019 (03:59)
Fussi
Elisabeth & Rudi Gehrer.

Nach Hearing und Stadtratsbeschluss steht fest, dass VP-Stadtrat und Heurigenwirt Rudi Gehrer neuer Pächter des Tennishallenbuffets in der Sport- und Veranstaltungshalle wird. Seit Vertragsbeendigung der Vorpächterin hat er das Lokal bereits interimsmäßig geführt.

Die größte Herausforderung sieht Gehrer in den Öffnungszeiten, die sich an den Betriebszeiten der Sport- und Veranstaltungshalle richten, die Montag bis Sonntag von 8 bis 22 Uhr ohne Ruhetag geöffnet hat – und das ganzjährig. Nichtsdestotrotz werde er und seine Frau Elisabeth auch weiterhin den Heurigenbetrieb in der Leesdorfer Hauptstraße führen. Er sieht in beiden Bereichen sogar Synergiemöglichkeiten. „Wir werden auf das Team des Heurigen zurückgreifen können.“

Generell möchten die Gehrers allen Sportbegeisterten der Tennishalle „eine Wohlfühloase ermöglichen, wo ihr Durst und Hunger gestillt werden kann“. Als Namen für das Lokal haben sie sich „Gehrer’s Matchball“ ausgesucht, der alle sportlichen Aktivitäten einschließt. Geboten wird eine kleine Karte mit kalten und warmen Snacks sowie neu mit einem auf Hausmannskost ausgerichteten Tagesteller.

Aber nicht nur Gäste der Halle möchten die Gehrers ansprechen, sondern sein Matchball soll auch Treffpunkt für alle aus der Umgebung sein. Vor allem für Menschen nach der Arbeit will man einladen, auf ein „After Work Plauscherl“ zu kommen. Gerne lädt er auch die Vereine ein, ihre Versammlungen bzw. Feiern hier abzuhalten.

Warum er sich um das Tennishallenbuffet beworben hat? Als er erfahren habe, dass der Vertrag der bisherigen Pächterin durch die Stadt beendet worden sei, habe er den zuständigen Referatsleiter Kurt Staska gefragt, wie es weiter gehe. „Die paar Bier schenke ich auch aus“, habe er scherzhaft gemeint. Da habe ihn Staska tatsächlich gefragt, ob er das Lokal übernehmen wolle – und nach einer Besprechung mit der Familie nahm er das Angebot interimsmäßig an. „Aufgrund der positiven Gästeresonanz habe ich mich dann beworben.“

Sein Zugang zu Gastronomie sei durch den Heurigenbetrieb gegeben. Bereits in jungen Jahren habe er gerne mit seiner Mutter gekocht und den Kontakt mit den Heurigengästen aufgebaut. Auch seine Frau Elisabeth kocht gerne und probiert Neuigkeiten aus. „Das Gastgewerbe und die dazugehörige Kommunikation mit den Gästen liegt uns beiden.“ Nachsatz: „Bei uns zählt noch der Mensch.“

Seine politische Tätigkeit bleibe trotz des neuen Ganzjahresbetriebs aufrecht, „das ist mit einem funktionierenden Team weiterhin machbar“. Er sei außerdem gerne jederzeit im Lokal für Fragen erreichbar. „Als Kommunalpolitiker bist Du sowieso 24 Stunden im Dienst.“