Viel Lärm um Mist. Viele Beschwerden über extremen Gestank gingen in der Vorwoche bei Gemeinde ein. Ursache wurde gefunden.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 19. Oktober 2019 (03:17)
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„Es war wirklich furchtbar. Es hat dermaßen gestunken, dass man eine ganze Woche lang nicht das Fenster zum Lüften aufmachen konnte“, machte ein Herr bei der NÖN seinem Ärger über eine Geruchsbelästigung Luft, die wie eine riesengroße Gestankswolke über Pfaffstätten lag.

Gestankwolke hielt sich zäh über der Ortschaft

So wie diesem Pfaffstättner Bürger ging es offenbar vielen, denn auch Bürgermeister Christoph Kainz, ÖVP, bestätigt, dass zahlreiche Beschwerden am Gemeindeamt eingingen. Doch der Ortschef bleibt lieber bei den Fakten. Er erklärt: „Vergangene Woche am Dienstag brachte der Pächter des Lilienfelderhofes drei Lkw-Ladungen Hühnermist auf einem Wiesengrundstück gleich neben der Bahn aus. Er hat das ordnungsgemäß mit einem Miststreuer auf zwei Flächen aufgebracht. Daraufhin erhielten wir auch gleich Beschwerdeanrufe am Gemeindeamt. Wir haben als Gemeindeverantwortliche natürlich auch unsere Verantwortung wahrgenommen und bei verschiedenen Behörden nachgefragt, ob ordnungsgemäß gehandelt wurde.“

Fakt ist: Der Pächter darf das. Kainz präzisiert: „Hätte es sich um eine Ackerfläche gehandelt, dann hätte der Mist innerhalb von 24 Stunden eingeackert werden müssen. Es handelt sich aber um ein Wiesengrundstück, also war das nicht notwendig.“ Der Pächter habe sogar den idealen Zeitpunkt für diese Aktion abgewartet, da laut Wetterbericht mit Niederschlag zu rechnen gewesen wäre, allerdings blieb der Regen aus.

Kainz weiß: „Hühnermist ist gut für das Wiesenwachstum. Der Pächter hat mir versprochen, dass er heuer keinen Mist mehr streuen wird. Die nächste Ausbringung ist für das Früjahr 2020 vorgesehen.“

Dann werde dieser gemeinsam mit der Gemeinde den günstigsten Zeitpunkt für die Streuung festlegen.