Streit um Klimaschutz losgetreten. Pottensteiner Grüne wollen den Klimanotstand ausrufen. SPÖ-Mehrheit lehnt mit Hinweis auf „Populismus ohne Konzept“ ab.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 18. Oktober 2019 (03:57)
Holzinger.
Ortschef Daniel Pongratz erkennt hinter der Forderung der Grünen, den Klimanotstand auszurufen, kein Konzept erkennen.Presse

Die Grünen brachten bei der letzten Gemeinderatssitzung den Dringlichkeitsantrag zur Ausrufung des Klimanotstandes ein.

Bürgermeister Daniel Pongratz und Gemeinderat Gerhard Gorsek, beide SPÖ, lehnten den Antrag mit dem Einwand ab, dass die Marktgemeinde ohnehin sehr viele Maßnahmen zum positiven Wandel des Klimas setze.

Dazu sagt der Ortschef verärgert: „Während die Grünen nur über Klimaschutz reden, handeln wir. Keine einzige unserer Maßnahmen oder eine andere Idee wurde von den Grünen eingebracht. Der Dringlichkeitsantrag zur Ausrufung des Klimanotstandes wurde daher abgelehnt, da auch hier kein Konzept beinhaltet war. Wir laden die Grünen aber jederzeit zur Mitarbeit ein. Und das nicht nur vor Wahlen, sondern jederzeit und immer.“

Grünen-Gemeinderätin Eva Schütz erklärt dazu: „Dass wir unsere Forderung als ‚dringlich‘ eingebracht haben, war nicht populistisch, sondern ernst gemeint. Ich sehe täglich, wie gefährlich die Sommerzeit für unsere Senioren geworden ist. Als Gemeinderätinnen einer kleinen Fraktion haben Susanne Lambropoulos und ich mit dem Dringlichkeitsantrag wenigstens eine demokratische Möglichkeit, Zukunftsthemen im Ort zu setzen.“