Schüler helfen dem Trockenrasen. Robinien und Götterbaum bedrohen seltene Rasengesellschaft im Kurpark.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Oktober 2019 (03:45)
Mrkvicka
Die große Kuhschelle.

Im oberen Kurpark, unterhalb des am Fuße der Rudolfshofwiese gelegenen Mautner Markhof Aussichtspavillons, befand sich bis zu den 1980er Jahren ein artenreiches Naturjuwel in Form einer seltenen Trockenrasengesellschaft.

Innerhalb der vergangenen 40 Jahre etablierte sich auf dieser Fläche von rund 4.600 Quadratmetern jedoch ein nunmehr dichter Bestand von Robinie (Robinia pseudoacacia) und Götterbaum (Ailanthus altissima). Beide Baumarten gelten als invasive Neophyten, also Pflanzen, die sich in Gebieten ansiedeln, in welchen sie zuvor nicht heimisch waren und einheimische Arten verdrängen.

Daher wurde unter Beteiligung von Bezirkshauptmannschaft, der Badener Stadtgärten und und dem Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken ein Projekt gestartet, bei dem die Neophythen entfernt werden. Die Rolle der Badener Pflichtschülerinnen- und Schüler wird es sein, nach dem der Boden entsprechend gefräst und bearbeitet wurde, standortgemäße, heimische Trockenrasenpflanzen einzusäen. Unter Anleitung von auf diesem Fachgebiet spezialisierten Biologinnen und Biologen sowie Naturpädagoginnen und Naturpädagogen des Landschaftspflegevereins Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken wird das artenreiche Ökosystem gemeinsam wiederhergestellt.

„Die Einbindung der Jugend und die damit verbundene Sensibilisierung ist der Stadt Baden ein besonderes Anliegen"

Unterstützt werden diese Bemühungen auch von „Blühendes Österreich – REWE International gemeinnützige Privatstiftung“ mit einem Betrag von 23.000 Euro.

„Die Einbindung der Jugend und die damit verbundene Sensibilisierung ist der Stadt Baden ein besonderes Anliegen, geht es doch auch um die Gestaltung ihrer Zukunft. Daher freut es mich besonders, dass Badener Schülerinnen und Schüler aktiv an diesem großartigen Umweltschutzprojekt mitarbeiten können und ich bedanke mich herzlich bei allen Projektpartnern, die an dieser Initiative beteiligt sind“, zeigt sich VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek begeistert.